weather-image
17°
Gemeinderat Luhden verweist Beratungenüber Sanitäranlagen der Sporthalle an die Fraktionen zurück

Erneuter Beratungsbedarf - nach 18 Jahren

Luhden (sig). Aus den geplanten neuen Sanitäranlagen in der Sporthalle wird vorläufig nichts. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, dieses Vorhaben zunächst noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Die Empfehlung zu dieser Vertagung kam vom Verwaltungsausschuss, der kurz vorher getagt hatte.

veröffentlicht am 18.11.2008 um 00:00 Uhr

0000506070.jpg

Den Antrag brachte in der Ratssitzung CDU-Fraktionschef Thomas Beckmann ein. Er begründete ihn damit, dass noch keine Kostenberechnung vorliege und auch darüber hinaus noch Beratungsbedarf bestehe. Durch die zusätzlichen Sanitäranlagen soll künftig eine generelle Öffnung der Sporthalle bei Veranstaltungen vermieden werden, die auf dem Sportplatz oder auf den Boulebahnen ausgetragen werden. Wenig erfreutüber diesen Schritt zeigte sich bei der Anhörung der Zuhörer der Vertreter des Luhdener Sportvereins, Siegfried Kaboth. Er erinnerte daran, dass dieses Thema bereits 1990 anstand. Es sei ein Unding, dass 18 Jahre lang nichts geschehen sei. Entweder habe sich der Rat in der Vergangenheit bei der Beratung vertagt oder dieser Punkt sei erst gar nicht auf die Tagesordnung gekommen. Aber auch diese Äußerungen von Siegfried Kaboth ändern nichts daran, dass sich jetzt erst wieder die Fraktionen mit diesem Vorhaben befassen werden. Glattüber die Bühne ging die Entlastung der Gemeindedirektorin Svenja Edler für die Jahresrechnung 2007. Das Prüfungsamt des Kreises hatte vorher grünes Licht gegeben. SPD-Fraktionschef Hartmut Büscher erklärte dazu: "Der Prüfbericht ist sehr positiv, wir können der Verwaltung nur unseren Dank aussprechen." Die Gemeindedirektorin informierte den Rat darüber, dass man die Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft damit beauftragt habe, die Buswartehäuschen instand zu setzen oder zu bei Bedarf auch zu erneuern. In Schermbeck und am Sonnenbrink sollen noch zwei Haltestellen zusätzlich überdacht werden. Mit den Arbeiten wird in den nächsten Tagenbegonnen. Svenja Edler berichtete außerdem über die Pläne für den Radweg zwischen Bückeburg und Luhden, der parallel zur Bundesstraße 83 am "Bruch" entlang verlaufen soll. Die Verhandlungen zum Grunderwerb seien aufgenommen worden. Bis zum Sommer des kommenden Jahres soll die Planung umgesetzt werden. Nördlich des Friedhofes und oberhalb des Golfplatzes seien zudem Gräben geräumt worden. Der frühere Bürgermeister Heinrich Schwarze, der als Zuhörer anwesend war, bemängelte, dass am Koppelweg hinter dem Brunnenweg viel Holz herumliege, das man vielleicht doch abbrennen könne. Svenja Edler erklärte dazu: "Wir kennen den Besitzer nicht und können deshalb auch niemand in Regress nehmen, aber wir werden das Holz abtransportieren lassen." Schwarze monierte auch, dass durch die Dorfstraße noch immer schwere Zugmaschinen fahren würden. Das sollte doch nach der Umwidmung zur Gemeindestraße ein Ende haben. Bürgermeister Peter Zabold wies darauf hin, dass bislang keine Beschränkung festgelegt worden sei. Über die Tonnagegrenze müsse der Gemeinderat erst noch entscheiden. Positiv aufgenommen wurde die Nachricht, dass auf Vorschlag der Ortsfeuerwehr das Osterfeuer künftig nicht mehr am Hang oberhalb der Klippenstraße ausgerichtet wird. Der Weg dorthin sei für die älteren Mitbürger zu beschwerlich. Die Gemeindedirektorin kündigte an, dass es ein - dann allerdings auch kleineres - Feuer in der Nähe des Bauhofes am Sportplatz geben werde. Bürgermeister Peter Zabold wies abschließend darauf hin, dass die Gutscheine für das Seniorentaxi jeweils dienstags während der Bürgersprechstunde von 17 bis 18.30 Uhr in der Gemeindeveraltung ausgegeben werden.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare