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Installateur nimmt Entfeuchter zurück

Erneut Zoff ums Feuerwehrhaus

Eilsen (tw). "Wie geht's mit dem Feuerwehrhaus in Buchholz weiter?": Wissen will das Frank Rinne. Antwort erhält er von Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann, dem der SP D-Ratsherr während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderats "mangelnden Weitblick" bei der Lösung des Luftfeuchte- und Heizproblems im Gebäude (wir berichteten) und "mangelnde Recherche beim Hersteller" des installierten Sorptions-Entfeuchters unterstellt; ähnliches hatte Rinne bereits dem Samtgemeindeausschuss vorgeworfen.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

Unzufrieden: Frank Rinne.

Beides indes weist Schönemann unter Verweis auf die Aussagen von Experten sowie die Angaben des Herstellers während der Sitzung entschieden zurück. Aktuell gelte: "Wir prüfen derzeit Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass die Temperatur im Raum weiter ansteigt." Dazu zähle zum einen das Ausbessern des Fundaments durch eine Fachfirma, zum anderen das Abdichten der Tür zum Treppenhaus. Schönemann: "Der von uns erst nach mehrfacher Beratung sowie Empfehlung durch den Planer Helmut Göbel beschaffte Sorptions-Entfeuchter allein bringt - leider - nicht die gewünschte Temperatur." Er entlüfte zwar einwandfrei und heize den Raum auch auf sechs Grad Celsius auf, nötig seien aber sieben bis neun Grad. Ergo sei das Gerät für den Einsatz in einem Feuerwehrhaus wie dem in Buchholz "nicht geeignet". Die Aussage des Herstellers habe anderes nahe gelegt. "Hier ist ein Fauxpas passiert, der bereinigt werden muss", fordert der SPD-Ratsherr. Wird er auch, denn: "Der Bad Eilser Elektroinstallateur hat sich bereit erklärt, den Sorptions-Entfeuchter zurück zu nehmen", betont der Samtgemeindebürgermeister. Als Ersatz seien ein oder zwei Deckenlüfter im Gespräch, die zwar heizen, aber das Problem der Raumfeuchte nicht lösen würden. Glücklicherweise habe es in diesem Jahr bislang noch keinen "wirklichen" Winter gegeben. Rinne indes stellt dieser Maßnahmenkatalog nicht zufrieden: Die in Aussicht gestellten Arbeiten am Fundament des Gebäudes brächten "energetisch gar nichts"; und das Abdichten der Tür werde nicht dazu führen, "dass aus einem Lufterhitzer eine Heizung wird". Die aber habe die Feuerwehr Buchholz haben wollen - "und bis heute nicht bekommen".

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