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Erneut Scheibe eingeworfen: Nazis als Täter?

Bückeburg (tw). An einem Wohnhaus in der Innenstadt sind in der Nacht von Samstag, 16., auf Sonntag, 17. Juli, Scheiben eingeworfen worden. In Antifa-Kreisen geht jetzt die Angst um, denn: Im Vorfeld der Tat hatte die Antifa Samstagnachmittag im Rahmen der Kampagne „Copy and Paste“ eine Kundgebung gegen Neonazis auf dem Marktplatz organisiert (wir berichteten). „Den Angriff auf das Wohnhaus interpretiert Copy and Paste als direkte Reaktion auf den Protest. Er trägt die Handschrift früherer Taten, die aus unserer Sicht eindeutig dem Umfeld der ,Autonomen Nationalisten Bückeburg’ zuzurechnen sind“, so Kampagnen-Sprecher Felix Imfeld. Zwei faustgroße Steine hätten das Glas zweier Scheiben zerstört. Hinter einer habe das Zimmer eines dreijährigen Kleinkindes gelegen, das zur Tatzeit aber nicht im Raum gewesen sei. Imfeld: „An diesem zweiten Anschlag innerhalb einer Woche verdeutlicht sich die Strategie der Naziszene: Das Schaffen von Angsträumen in der Öffentlichkeit geht einher mit direkten Einschüchterungsversuchen in der unmittelbaren Privatsphäre.“

veröffentlicht am 19.07.2011 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 27.11.2012 um 11:30 Uhr

Wie Ralf Burzlaff vom Polizeikommissariat Bückeburg auf Nachfrage mitteilt, haben die Beamten zwar nur einen Stein, der aber tatsächlich faustgroß, sichergestellt. Der Pressesprecher: „Die geschädigte Hauseigentümerin vermutet, dass der Vorfall in Zusammenhang mit der Demonstration steht.“ Es sei Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt worden. Der Fall werde dem Fachkommissariat 4, Polizeilicher Staatsschutz, in Nienburg übergeben; der Staatsschutz ist für politisch motivierte Straftaten zuständig.



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