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Sang- und klanglos gehen die Lichter aus: Bordellartiger Betrieb im Emerten nach nur einem Jahr wieder geschlossen

Erlebnisgastronomie scheitert: Aus für "Red Cat Club"

Rinteln (ur). Es hatte lange gedauert, bis der Betreiber des Rotlichtbetriebs mit den Umbauarbeiten in seiner Gewerbeimmobilie im Emerten so weit war, ihn vor einem Jahr als "Red Cat Club" mit alle rhand Damen zu eröffnen - doch was lange währt, das wird nicht immer gut. Sang- und klanglos wurden jetzt die Lichter ausgeschaltet.

veröffentlicht am 31.01.2008 um 00:00 Uhr

Die letzte Runde ist serviert: Im "Red Cat Club" im Emerten sind

Auch die einst sogar mit den Mitarbeiterinnen bebilderte Homepage des bordellartigen Betriebs mit Schankkonzession ist inzwischen eingestellt - bis auf den lapidaren Hinweis: "Wir haben unseren Betrieb geschlossen. Zögern Sie aber nicht, die privaten Damen telefonisch zu erreichen", worauf die Mobilfunknummer zur Kontaktaufnahme folgt. Dabei hatte der damalige Inhaber Sven Brinkmeyer im vergangenen Jahr noch große Pläne: "Wir wollen um einen großen Raum erweitern, in dem wir regelmäßig Showprogramme anbieten, mit Table-Dance für Junggesellenabschiede und Partys" hieß es da etwa und auch: "Wir legen Wert darauf, gerade am Wochenende auch ein Club mit erweiterten Öffnungszeiten auch für Gäste zu sein, die die Nacht noch bei ein paar Drinks ausklingen lassen wollen." Aus diesem "erlebnisgastronomischen Ansatz" ist in der Folge nicht viel geworden - stattdessen mehrten sich Klagen von amüsierwilligen Gästen über unregelmäßige Öffnungszeiten und den Service im gastronomischen Bereich - wobei Flops im Dienstleistungssektor solcher Betriebe ohnehin kaum mal Gegenstand öffentlicher Erörterungen außerhalb spezieller Internet-Foren sind. Mit der unangekündigten Einstellung dieses "Betriebsbereichs" hat sich aber für das Kerngeschäft wohl nichts geändert. Nach wie vor warten hier Damen darauf, ihren speziellen Massage-Service anzubieten, der von den Leistungskürzungen durch die Gesundheitsreform ohnehin nicht betroffen ist. Beworben wird dieses Leistungsspektrum ohne jeden Verweis auf das ehemalige Etablissement zum einen im Internet, zum anderen aber über die einschlägigen Kleinanzeigenspalten, und vermutlich gibt es auch diverse Stammfreier, die dafür sorgen, dass die als "freie Unternehmerinnen" tätigen Mädels keine Langeweile bekommen. Mit einiger Genugtuung wird man diese Entwicklung wohl in der nach wie vor geöffneten Babalou-Bar zur Kenntnis nehmen, die seit nunmehr vier Jahrzehnten an unterschiedlichen Standorten für nur kurzzeitig unterbrochene Kontinuität im Rintelner Nachtleben gesorgt hat. Kaum begann das violette Neonlicht im Januar 2007 als "Hausfarbe" an der Front des Red Cat Club zu leuchten, da schickte der "Traditionsbetrieb" unterhalb der Grafensteinerhöh auch schon weithin sichtbare grüne Strahlen in den Abendhimmel, um den mobilen Nachtschwärmern zu demonstrieren: "Wir sind auch noch da!" Ob der Angriff auf diese Monopolstellung nunmehr endgültig abgeschmettert ist oder bereits neue Wettbewerber mit und ohne Branchenkenntnisse in den Startlöchern stehen, bleibt abzuwarten.



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