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Lieder der Romantik im Stiftssaal

Erlebnis von hohem Rang und Qualität

Obernkirchen. Wer nur ein wenig Herz und Empfinden für Lieder der Romantik hat, der kam am Sonntag im Festsaal des Stiftes Obernkirchen auf seine Kosten.

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

Autor:

Dr. Jörg Selmer

Unter dem Motto "Schöne Wiege meiner Leiden", in dem sich bereits die ganze inhaltliche Spannung der dramatischen Lieder widerspiegelt, sang der wunderbare Bariton Falko Hönisch, begleitet von Felix Romankiewicz am Flügel, Balladenkunst von Schumann, Brahms und Wolf. Irmgard Langhorst von der Jugendmusikschule Hameln, die die Leitung der Veranstaltung hatte, bereitete den Hörern zunächst eine klangliche Überraschung: Zur Begrüßung und Einstimmung auf den Abend intonierte nämlich Veronika Otto als Preisträgerin beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" und noch Schülerin am Viktoria Luise Gymnasium mit ihrem Akkordeon das "Kloster von Ferapopnt" von Wladislaw Solotarjow. Den ersten Gedanken - das Akkordeon könnte zu diesem Liederabend nicht passen -, vertrieb Veronika Otto durch ihre bezaubernd intensiven Klangbilder und zeigte, dass sie dieses Instrument meisterlich beherrschte. Dann trat Bariton Hönisch auf. Wie angedeutet, singen die romantischen Balladen und quellen diese Lieder über von Gefühlen der Liebe, des Schmerzes, der Trauer und auch von Freude und Hoffnung. Und diese Gefühle trug Hönisch mit seiner den Raum füllenden, ja fast sprengenden voluminösen Stimme so ergreifend vor, als erfahre er den Schmerz am eigenen Leibe. Da blieb es nicht aus, dass auch der Hörer ergriffen wurde. Nicht nur beim Vortrag des Feuerreiters (Hugo Wolf) zeigte sich einmal mehr, dass die Klavierbegleitung absolut ebenbürtig und ebenfalls virtuos und dramatisch war. Lang anhaltender Beifall und zwei Zugaben beendeten diesen Abend, ein Erlebnis von allerhöchstem Rang und Qualität.



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