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Heftige Reaktionen auf Wißmanns Äußerung / "Geschichtsfälschung"

"Erinnerungslücken schließen" - CDU und WGS zu Gerätehäusern

Rinteln (crs). Wahlkampf in der Weserstadt. Heftige Reaktionen ruft dieÄußerung des SPD-Fraktionschefs Klaus Wißmanns hervor, er habe sich für die Feuerwehrgerätehäuser in Exten und Steinbergen maßgeblich eingesetzt. WGS-Ratsherr Gert Armin Neuhäuser spricht von "Geschichtsfälschung", die CDU meldet sich gar mit zwei Pressemitteilungen zu Wort - der Stadtverband erinnert an die CDU-Initiative zum Neubau der Gerätehäuser, auch der Steinberger Ratsherr Udo Schobeß möchte in einer eigenen Meldung "Wißmanns Erinnerungslücken schließen".

veröffentlicht am 25.08.2006 um 00:00 Uhr

Von außen fertig: das Feuerwehrgerätehaus in Steinbergen. Foto:

"Wißmann hat sich mit Haut und Haar gegen einen Neubau gestemmt - jetzt so zu tun, als ob er dafür gewesen wäre, kann nur wahlkampfbedingte Amnesie sein", denkt Neuhäuser an die Diskussion vor drei Jahren zurück. Damals hatte die SPD lange Zeit den auf dem Papier kostengünstigeren Umbau der Gerätehäuser favorisiert und war erst nach der Neubau-Empfehlung der Feuerwehrunfallkasse von diesem Standpunkt abgerückt. An diesen Sachverhalt erinnert auch Sebastian Westphal als stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der CDU in seiner Pressemitteilung: "Ein Umbau hätte nur eine Verschiebung des Problems bedeutet und zu doppelten Kosten geführt", wundert sich Westphal noch immer über das Verhalten auch der beiden Steinberger SPD-Ratsherren Timo Fischbeck und Heiner Bartling, die mit der SPD-Fraktion zunächst gegen einen Neubau in Steinbergen waren. "Mehr als erstaunt"über Wißmanns Einschätzung gibt sich auch Udo Schobeß. In einer Pressemitteilung mokiert er sich darüber, dass die SPD vor drei Jahren "lediglich einen unsinnigen und völlig überteuerten Anbau befürwortete" und jetzt durch Timo Fischbeck "pressewirksam die Schnelligkeit der Feuerwehrleute beim Innenausbau des Feuerwehrgerätehauses kritisiert". Das sei immerhin ehrenamtliche Arbeit, geißelt Schobeß dieses Verhalten als "wilden plötzlichen SPD-Wahlkampf-Aktionismus".

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