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Ergebnisse "Zukunftswerkstatt"

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken - unter diesen Aspekten sollten die Teilnehmer des Bürger-Workshops "Zukunft der Innenstadt" Obernkirchen analysieren. An zwei Tagen hatte Diplom-Geograph Benno Trütken eine solche Ideenfindung mit verschiedenen Teilnehmergruppen durchgeführt. Beim ersten Treffen konnten Anlieger und Geschäftsleute ihre Vorschläge zusammentragen, bei der zweiten Zusammenkunft sollten diese Ergebnisse dann von zufällig ausgewählten Bürgern ergänzt werden. Bei der Ratssitzung stellte Trütken alle Ergebnisse vor.

veröffentlicht am 29.03.2008 um 00:00 Uhr

Innenstadtstruktur und Rösertor: Anlieger sowie Bürger sehen die historische Innenstadtstruktur als große Stärke. Chancen und Risiken sehen die Anlieger ebenfalls mit der geplanten Entwicklung am Rösertor. Gelingt eine Anbindung an die Innenstadt, so stellt der Standort eine Bereicherung dar, ansonsten ein Risiko. Gesamtstädtische Entwicklung: Risiken sehen die Anlieger in der allgemeinen Entwicklung Obernkirchens, die ihnen durch Arbeitsplatzverluste und Einwohnerverluste bedroht scheint. Chancen sehen sie in einem besseren Betreuungs- und Schulangebot, um die Stadt als Wohnort attraktiv zu halten. Öffnung Fußgängerzone: Mit demÖffnen der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Rathaus wollen vor allem die Anlieger die Innenstadt wiederbeleben und neue Kaufinteressenten gewinnen. Die übrigen Bürger sehen diesem Vorschlag eher skeptisch entgegen. Bornemannplatz als Bindeglied: Anlieger und Bürger sind sich einig: der Bornemannplatz fungiert als Bindeglied zwischen den Standorten Rösertor und Innenstadt. Vorschläge, wie der Abriss des Bornemanngebäudes oder eine mögliche Verlagerung des Wochenmarktes kamen dazu auf. Tourismus und Kultur: Anlieger wie Bürger messen den Aspekten Tourismus und Kultur einen hohen Stellenwert bei. Beide Seiten betonen das historische Potenzial der Innenstadt und wünschen sich eine Verstärkung von kulturellen Elementen und Tourismus. Hier kam zum Beispiel die Idee auf, künftig "Multi-Kulti-Feste" statt Kirmes anzubieten. Innenstadt-Wohnen: Besonders die Anlieger können sich vorstellen, leerstehende Gebäude in der Innenstadt als Wohnungen umzubauen. Die "Innenstadt der kurzen Wege" ist ihrer Ansicht nach ein interessanter Wohnstandort. Existenzgründungen: Beide Gruppen sehen die Unterstützung von Existenzgruppen als eine der erfolgversprechendsten Ideen für die Innenstadtzukunft. Zur Beseitigung der Leerstände werden Existenzgründerförderung und vorübergehende Nutzungshilfen angeregt. Erscheinungsbild: Alle Teilnehmer sehen Möglichkeiten zur optischen Aufwertung der Innenstadt, zum Beispiel durch Aufarbeitung historischer Fassaden, Begrünung und Möblierung. clb



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