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"Made in Rinteln": Seit 1970 erste eigene Mineralquelle - rund 600 Produkte

Erfrischungsriese löscht den Durst: "Extaler" als Glücksfall für Wesergold

Rinteln (who). Mit allein 750 Mitarbeitern in Rinteln ist die Firma Wesergold heute der größte Arbeitgeber der Stadt. In der gesamten Firmengruppe sind derzeit rund 2200 Mitarbeiter an Produktion und Vertrieb von nichtalkoholischen Getränken beteiligt, wie Geschäftsführer Richard Hartinger jun. überschlägt. Die Produktpalette umfasst aktuell etwa 600 Artikel. "Aber nur unser Mineralwasser kommt eigentlich wirklich aus Rinteln", erklärt er mit einem gesunden, zurückhaltenden Selbstverständnis gemäß der Familientradition: "Mehr sein als scheinen".

veröffentlicht am 23.08.2006 um 00:00 Uhr

Mineralwasser, garantiert aus Rinteln beziehungsweise Exten - da

Der Glasbläser Richard Hartinger begann 1934, Fruchtsäfte kommerziell herzustellen, nachdem er mit einer Produktion für den Eigenbedarf Erfahrungen gesammelt hatte. Sein Sohn und sein Enkel führen mit dem Vornamen des Firmengründers auch das Unternehmen weiter, das seither ständig gewachsen ist. Heute ist die Wesergold-Getränkeindustrie in der Spitzengruppe der zehn größten europäischen Hersteller nicht alkoholischer Getränke platziert. Das Mineralwasser Marke "Extaler" ist einer Glücksfälle der Firmengeschichte. Seit 1970 fließt es aus einer Quelle in Exten fast unmittelbar in die Abfüllanlagen des Stammsitzes an der Behrenstraße. Schon die ersten Expertisen hatten damals selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen. 1980 hat das Mineralwasser aus Exten sogar den Status eines Heilwassers zuerkannt bekommen. Als reines Wasser mit und ohne Kohlensäurezusatz oder gemischt mit Fruchtsäften zu mineralwasserhaltigen Getränken geht das Extaler Wasser hauptsächlich in die Region hinaus. In einem Umkreis von bis zu 350 Kilometern von der Quelle gelangt es zu den Verbrauchern, schätzt Horst Schnur. Als Produktionsplaner überblickt er die Wegegenau und weiß: "Aber auch bis hin nach Schleswig-Holstein und an der Rhein-/Mainlinie findet man unser Mineralwasser und unsere Erfrischungsgetränke mit Wasser aus Rinteln." Allein eine halbe Million Füllungen von Glasflaschen, Weichpackungen und zunehmend auch PET-Gebinden entfallen auf das Mineralwasser. Und bei Sommerhitze explodiert die tägliche Menge auf weit über eine Million Füllungen, weiß Horst Schnur. Und auch dass die Produktionsplanung dann ins Stocken geraten kann, wenn mit demSinken der Temperaturen plötzlich auch die Bestellungen nachlassen, bis sich die Lager der Kunden wieder zu leeren beginnen. Das gelte auch aufs Ganze gesehen für sämtliche Artikel im Wesergold-Programm, so Schnur weiter. Bei einem durchschnittlichen Tagesaufkommen von 3,5 Millionen Abfüllungenin Exten könnten sich in der Hochsaison Steigerungen von bis zu fünf Millionen Einheiten täglich ergeben. Eins steht fest: Wenn auch nicht jedes abgefüllte Getränk aus Exten zertifiziertes Extaler Mineralwasser enthält, Wasser aus Rinteln ist überall drin. Dazu kommt, dass das Extaler inzwischen längst nicht mehr das einzige eigene Mineralwasser der Wesergold-Gruppe ist. Seit Jahren sprudelt die Helenenquelle aus Rinteln in die Extener Abfüllanlagen. Wasser aus der Schildetaler und der Wenden-Quelle in Dodow strömt an anderen Standorten dazu und hilft zusätzlich, auf gesunde Weise den Durst zu löschen. Internet: www.riha.de

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