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Antriebsspezialist "Primus" entwickelt Präzisionsantriebe und beliefert auch USA

Erfreuliche Botschaft: Zum Jubiläum gibt es neue Ausbildungsplätze

Röcke (sig). In Zeiten mit hoher Arbeitslosigkeit und nach wie vor zahlreichen Insolvenzen sind Erfolgsmeldungen aus der Wirtschaft höchst willkommen. Für eine solche Erfolgsbotschaft sorgt die Firma "Primus" in Röcke, ein Spezialist für Präzisionstechnik in den Bereichen Mechanik und Steuerung. Die Geschäftsführung lud jetzt anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Unternehmens Gäste ein und ermöglichte ihnen einen Einblick in den Betrieb.

veröffentlicht am 22.09.2006 um 00:00 Uhr

Präzision gefragt: Unternehmenschef Thorsten Völz zeigt das klei

"Im Grunde verfügen wir über eine wesentlich längere Erfahrung in diesem Spezialbereich der Metall verarbeitenden Branche, denn wir haben 1996 das Segment Antriebstechnik von der Rintelner Firma Stüken übernommen, und die hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon 25 Jahre mit dem Bau von Getrieben befasst", erklärte die diplomierte Betriebswirtin und Prokuristin Ilona Láyi. Mit der Übernahme wechselten auch etliche Mitarbeiter dieses Bereiches zur Firma "Primus". "Wir leben von der Stange", sagte Geschäftsführer Thorsten Völz bei einer der Führungen der Besuchergruppe. Er wollte damit deutlich machen, dass stählerne Stangen mit unterschiedlichem Durchmesser, produziert nach hohen Qualitätsmerkmalen, das wichtigste Grundmaterial für die Antriebstechnik sind. Zum Erfolgsrezept des Röcker Betriebes gehört aber nicht nur die präzise automatisierte Produktion, sondern auch die Entwicklung von Antriebslösungen für die verschiedensten Verwendungen. Ideen und Konzepte der Firma "Primus" stecken zum Beispiel auch in Geldautomaten, in der Mechanik für das Verstellen moderner Schreibtische, in den Antrieben für Lichtkuppeln sowie in der Medizintechnik. Zu den Abnehmern gehören so anerkannte Unternehmen wie Melitta, Nixdorf und UPS. Rund 25 Prozent der Produktion geht ins Ausland, vornehmlich in die USA. "Wir konstruieren nur im Raum, also im 3D-Format und nicht mit Zirkel, Bleistift und Lineal; und wenn die Entwicklung abgeschlossen ist, dann gehen die Daten gleich an die computergesteuerten Verarbeitungsmaschinen", ließ Thorsten Völz seine Zuhörer wissen. Welche feinmechanischen Getriebe ein Kunde auch immer benötigt, das Röcker Werk stellt sich voll auf seine Wünsche ein und bietet ihm Lösungen an, die danach in Serie realisiert werden können. "In jedem Augenblick wissen wir genau, an welchem Arbeitsplatz welches Werkstück hergestellt wird und wie lange der Arbeitsprozess noch dauert", informierte der Unternehmenschef die aufmerksamen Zuhörer. Erhebliche Größenunterschiede gab es dabei zu bestaunen. Die kleinsten Zahnräder nimmt fast keine Waage und nur ein gutes Auge wahr. Andere Teile wiederum bringen es auf 14 Pfund. Die Auftragslage ist so gut, dass zwei Schichten nicht ausreichen, um alles zu schaffen. "Gehen Sie davon aus, dass sichüberall dort, wo sich etwas bewegt, ein Produkt von uns integriert sein kann", unterstrich Thorsten Völz die Anwendungsbreite der "Primus"-Produkte. Zur Firmenphilosophie gehört es, die künftig benötigten Fachleute im eigenen Betrieb auszubilden. "Wir wollen uns die nächste Generation unserer Mitarbeiter selbst heranziehen; das werden etwa zehn bis zwölf Ausbildungsplätze sein,", erklärte Völz. Dieses Angebot umfasst neben den technischen Berufen, wie zum Beispiel Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker und technische Zeichner, auch den kaufmännischen Bereich. Eine erfreuliche Botschaft für junge Menschen, die vorankommen wollen. Teilnehmer der Jubiläumsfeier, bei der auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam, waren neben Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern natürlich auch die 45 Mitarbeiter und deren Familien sowie Nachbarn aus dem "Röcker Feld".

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