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Redfire Kampfsport-Team richtet Niedersachsens erste Vereins-Dan-Prüfung aus

Erfolgreiches Prüfungswochenende

LAUENAU. Die Deutsche Taekwondo Union e. V. (DTU) hatte Anfang des Jahres die bestehende Prüfungsordnung überarbeitet und mit den Landesverbänden beschlossen, dass Prüfungen zum 1. Dan und bei den unter 15-Jährigen zum 1. Poom künftig auch auf Vereinsebene und nicht mehr ausschließlich auf Landesebene stattfinden dürfen.

veröffentlicht am 11.06.2019 um 13:46 Uhr

Um eine Meistergraduierung zu erreichen, werden die Taekwondo-Sportler aber weiterhin auf Landes- und Bundesebene geprüft. Zunutze machte sich diese Änderung das Redfire Kampfsport Team e. V. und richtete die erste Schwarzgurtprüfung auf Vereinsebene im Dojo des Victoria Lauenau e. V. aus. Christian Senft, Träger des 7. Dan, Europameister, Vize-Weltmeister und NTU-Vizepräsident Bildung und Breitensport, stand dem Prüfungskomitee vor. Beisitzer im Prüfungskomitee waren Maik Glockemann, Träger des 6. Dan und NTU-Prüfungsreferent, sowie Bianca Schönemeier, Trägerin des 5. Dan und NTU-Co-Jugendlandestrainerin Technik.

Sieben Prüflinge im Alter von elf bis 48 Jahren stellten sich der Jury. „Meine Ansprüche an die vereinseigenen Sportler sind höher als die einer bisherigen Dan-Prüfung. Dementsprechend fielen die Bewertungen auch sehr streng aus“, so Christian Senft. Überprüft wird bei der Schwarzgurtprüfung unter anderem die Technik, wobei die Sportler drei verschiedene Poomsae (festgelegte Bewegungsformen) laufen müssen und den Einschrittkampf, bei dem eigens entwickelte und eingeübte Technikabfolgen mit einem präzisen Abstandsgefühl gegen den Partner ausgeführt werden. Ebenso wurden die Bereiche Selbstverteidigung (Hosinsul) und Wettkampf (Gyeorugi) geprüft, und die Sportler über 15 Jahre mussten abschließend einen Bruchtest absolvieren.

In voller Kampfausrüstung zeigen die Sportler in zwei Runden der Gyeorugi-Überprüfung Techniken gegen die Kampfweste des Partners und erkämpfen so Punkte, um die Prüfer zu überzeugen. Auch dieser Teil der Prüfung wurde größtenteils gut bestanden. Arthur Scholtyssek machte hierbei von der Regelung für Prüflinge über 40 Jahre Gebrauch und entschied sich, seine Kampftechniken durch die Poomsae-Application überprüfen zu lassen. Hierbei wird entgegen dem klassischen Poomsae-Lauf nicht gegen einen imaginären Gegner gekämpft. Der Sportler studiert zusammen mit einem Partner, hier Scholtysseks Sohn Leonhard, einzelne Kampfabschnitte einer vorher ausgewählten Poomsae-Form ein und präsentiert dem Komitee so die Anwendung der Techniken. Dieses gelang Arthur Scholtyssek in herausragender Weise, sodass er am Ende als Prüfungsbester seinen Schwarzgurt entgegennehmen durfte. Maik Glockemann und Christian Senft überreichten in einem feierlichen Abschluss weitere Dan-Urkunden und schwarze Gürtel an Volker Oelze und Oliver Schwekendiek. Taekwondo Sportler, die noch keine 15 Jahre alt sind, erhielten nach bestandener Prüfung den Poom-Gürtel. Über den 1. Poom freuen sich Johanna und Katharina Oelze, Zoe Pietruszak und Marcella Stimoli. Sie dürfen sich ab sofort ebenfalls als Taekwondo-Meisterinnen bezeichnen. Auch wenn in einigen Bereichen bei den Taekwondo Schülern noch Verbesserungen möglich sind, war Bianca Schönemeier mit den Leistungen der Sportler sehr zufrieden. „Die Zusammenarbeit der drei Vereine zahlt sich aus. Durch vielfältiges und häufiges Training haben alle Sportler die Möglichkeit, bei verschiedenen Trainern ihre Leistungen zu verbessern und bei Bedarf auch in zusätzlichen Einheiten für Turniere zu trainieren. Insbesondere die Kinder nutzen diese Möglichkeiten und sind mit Spaß und Freude beim Taekwondo-Sport“, so Bianca Schönemeier am Ende eines langen Prüfungstages.

2 Bilder
Christian Senft und Maik Glockemann mit den neuen Schwarzgurtträgern. FOTO: Wikke Peitrusszak/PR


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