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Trainer Ulf Netzeband noch nicht zufrieden / In der Rückrunde Plätze vorrücken

Erfahrung ebnet Bezirksoberligisten VfL Bückeburg den Weg

Frauenfußball (pm). Drei Punkte beträgt der Abstand des VfL Bückeburg in der Tabelle der Bezirksoberliga. Drei Punkte zu einem komfortablen sechsten Rang, aber auch drei Punkte zu Hannover 96 auf dem ersten Abstiegsplatz. "Mit der Platzierung können wir nicht zufrieden sein", ist dann auch das Fazit von VfL-Trainer Ulf Netzeband ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt in Bückeburg.

veröffentlicht am 31.01.2008 um 00:00 Uhr

Der VfL Bückeburg mit Sina Stahlhut (r.) peilt noch den sechsten

Dabei hätte alles schlimmer werden können. Ein mühsames 3:2 im Pokal beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Helstorf und eine 0:3-Abfuhr beim erwarteten Abstiegskandidaten 1. FC Egestorf/Langreder zu Beginn der Saison ließen Schlimmes befürchten. Netzeband und der VfL - das musste sich erst noch finden. Auch fehlte dem Team zu Beginn eine klare Hierachie. Zu wenige erfahrene Spielerinnen zählte der Coach zu seinem Kader. Von Beginn an setzte sich das Team im Tabellenkeller fest. "Meine persönlichen Ansprüche sind höher als das Erreichte", sagt Netzeband. "Ich lege viel Wert auf Disziplin, und dass das Gefüge innerhalb der Mannschaft passt." Der VfL startete eine große Rückholaktion. Mittelfeldstrategin Carola Heinke und Torfrau Kathrin Bialata, die ihre Karrieren bereits beendet hatten, schnüren ihre Fußballschuhe wieder für das Team. Die Rückkehr von Indra Caselitz (SG Schamerloh) passte ins Konzept wie die neue Abwehrspielerin Mareike Daseler (ASC Pollhagen-Nordsehl), die beide erst im November spielberechtigt wurden. "Mit Carola und Indra lief es besser", sagt der Trainer. Kurz darauf war die Hinrunde allerdings bereits vorbei. Das Wetter ließ den VfL mit den wenigsten Spielen (10) aller Konkurrenten auf dem drittletzten Platz zurück. Die in der Tabelle benachbarten Teams haben bis zu drei Spiele mehr absolviert. "Wir haben vor allem in unseren fünf Unentscheiden mindestens dreimal Punkte verschenkt", urteilt Netzeband, der immer noch zu große Leistungsunterschiede in seinem Kader ausmacht. Kurz vor den Feiertagen holte er deshalb in einer Besprechung zur großen Einzelkritik aus. "Einige Spielerinnen haben einfach nicht die Klasse für die Bezirksoberliga. Deshalb wäre eine zweite Mannschaft für uns wichtig", sagt er. Großes Lob erhielt das erst 14-jährige Nachwuchstalent Katja Selchow. Der Neuzugang von Kreisligist TSV Krankenhagen hat "in den letzten zwei Monaten eine tolle Entwicklung gemacht", wie Netzeband feststellte. Obwohl sein Team in der Hinrunde weitgehend von Verletzungen verschont geblieben ist - von den Stammspielerinnen fiel lediglich Julia Danziger im Oktober/November aus - würde sich der Trainer auf zwei oder drei Positionen weitere Verstärkungen wünschen. Aber auch so ist die Motivation für die Rückserie in Bückeburg groß: "Wir haben uns vorgenommen, noch einmal richtig anzupacken und noch ein paar Plätze vorzurücken", sagt der Trainer. Bevor das Team diesen Vorsatz aber am 9. März zum ersten Mal in die Tat umsetzen kann, wartet auf die Elf eine Woche zuvor noch die Pokalaufgabe gegen den MTV Mellendorf II.



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