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Exxon Mobil hat Konzession für die Suche / Start für Sommer geplant / "Warne vor Euphorie"

Erdgasvorkommen im Schaumburger Land?

Landkreis (ssr). Schaumburg als Region für die Förderung fossiler Energie-Roh stoffe? In absehbarer Zeit ist das eine durchaus mögliche Szenerie. Denn nach Erdgasvorkommen will hier das Energieunternehmen "Exxon Mobil Production Deutschland" suchen. Dafür hat die Firma eine Konzession beantragt und vom Wirtschaftsministerium in Hannover auch erhalten.

veröffentlicht am 30.04.2008 um 00:00 Uhr

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Die Konzession umfasst nach Auskunft des Landesamtes für Bergbau und Energie vor allem den nördlichen, mittleren und östlichen teil des Schaumburger Landes (siehe Karte). Es ist eines von landesweit vier Regionen, für die neue Konzessionen erteilt wurden. "Ob hier letztlich Rohstoffe zu finden sind, können wir nicht sagen", sagte Behördensprecher Michael Pasternak. Werde von einer Firma eine Suchlizenz beantragt, müsse das Amt diese in der Regel aber auch erteilen, ohne die Erfolgsaussichten zu berücksichtigen, so Pasternak. Die Konzession gelte erstmal nur für die Suche - für ein späteres Fördern müsste ein völlig neues Genehmigungsverfahren eingeleitet werden. "Wir suchen in Schaumburg definitiv nicht nach Erdöl", verwies Exxon-Unternehmenssprecher Norbert Stahlhut gestern auf Anfrage kursierende Vermutungen zurück: "Wir haben vielmehr Erdgas im Blick." Allgemeiner Hintergrund sind die stark steigenden Preise für fossile Energie-Rohstoffe, die eine Förderung im norddeutschen Raum wirtschaftlich wieder interessanter machen könnte. Mit welchen Erwartungen geht Exxon in Schaumburg an die Suche heran? "Ich warne vor Euphorie", reagierte Stahlhut. Das wirtschaftliche Risiko einer Förderung - falls denn Erdgas in nennenswerter Menge gefunden werde - sei sehr hoch. "Da muss sehr sorgfältig geprüft werden, ob sich das lohnt". Die von Geologen erteilten Hinweise seien für Exxon aber Grund genug, zumindest eine Suche einzuleiten. Allerdings befinde sich das Ansinnen noch "in einem ganz frühen Planungsstadium", teilte Stahlhut mit. Derzeit würden Konzepte für seismische Tests vorbereitet. Diese würden nach derzeitigem Planungsstand frühestens in den Sommermonaten beginnen. Erste Kontakte mit den Behörden in Schaumburg habe es bereits gegeben, ergänzte der Exxon-Sprecher. So habe es ein Gespräch mit dem Landkreis und einen Runden Tisch mit einigen eventuell betroffenen Kommunen gegeben. "Wir werden der Öffentlichkeit sehr frühzeitig alles mitteilen, was wir vorhaben", versicherte Stahlhut - inklusive öffentlicher Informationsveranstaltungen.



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