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Humorvoller Abschied von „Fidi“ Dornette an der Grundschule Bodenwerder

Er war echt gern Schulleiter

BODENWERDER. „Es ist unglaublich, dass ein so jung gebliebener Schulleiter schon gehen darf“, bemerkte die schulfachliche Dezernentin Frau Viertel, als sie Friedrich-Wilhelm (Fidi) Dornette die Entlassungsurkunde übergab.

veröffentlicht am 29.06.2017 um 00:00 Uhr

Da staunte der scheidende Schulleiter Friedrich-Wilhelm Dornette nicht schlecht, als morgens sein Konterfei mehr als 100 Mal in seinem Zimmer hing. FOTO: Karin Beißner
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin

Von den fast 38 Dienstjahren hatte dieser sich in den letzten 20 Jahren als Schulleiter um die Geschicke der Grundschule Bodenwerder gekümmert und ganz besonders für den Bau der Turnhalle gekämpft. Sie hob hervor, dass er immer ein verlässlicher Partner gewesen sei und ihm eigentlich alles Freude bereitet habe. „Mindestens einmal am Tag sollte gelacht werden und wenn es über mich selbst ist“, war sein Motto im Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen. Und die hatten sich zusammen mit Konrektorin Svenja Vaupel, die Dornettes Nachfolgerin wird, ein buntes Programm zur Verabschiedung ausgedacht. Als er morgens sein Büro betrat, stand er über 100 Mal seinem Konterfei gegenüber. Jeder Schüler hatte ihn im Kunstunterricht in Szene gesetzt und manche Porträts waren ganz gut getroffen. „Es war das erste Mal, dass ich ihn sprachlos gesehen habe“, bemerkte die Konrektorin.

Zum gemeinsamen Abschluss im Anbau der Grundschule waren viele ehemalige Weggefährten und Vertreter der Stadt und der Kooperationspartner gekommen. In den Grußworten wurde die angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit gelobt und manche persönliche Begebenheit zum Besten gegeben. Das musikalische Rahmenprogramm bestritten Miriam Klöpper und Hendrik Rau, bevor das Kollegium und die pädagogischen Mitarbeiter in Aktion traten und mit Gitarren und Trommeln ein selbstverfasstes Lied „Good Bye, Fidi“ vortrugen. Es folgte ein sehr humorvoller Beitrag des Kollegen Wolfgang Freund, der den Spuren nachging, die „aus dem Nebel der Zeit auftauchen“. Er bezeichnete den Rektor als unermüdlichen, ständig präsenten Wirkfaktor im Universum von Bildung und Erziehung. Jeder Mitarbeiter hatte zum Abschied einen Fuß beschriftet und auch die Gäste hatten später Gelegenheit ihre sehr persönlichen „Fußnoten“ abzugeben. Freunds Fußnoten wie: „Wiedermal den richtigen Zeitpunkt gewählt, bravo, diesmal für deinen Ausstieg“ amüsierten das Publikum. Sein Vortrag endete mit der Übergabe eines „Bundesverdienstkreuzes“ für den seit 18 Jahren Sitznachbarn im Lehrerzimmer und den Worten: „Eigentlich finde ich ja dein Ausscheiden mit 61 ziemlich früh, aber bei deiner Arbeitsweise und in diesem Schulsystem wundere ich mich, dass du überhaupt so lange durchgehalten hast.“ Anschließend wurde Fidi Dornette mit Geschenken für den Ruhestand bedacht. Unter anderem gab es einen „Wenn – dann Koffer und einen Liegestuhl für den leidenschaftlichen Camper. Überwältigt von den vielen guten und lobenden Worten und Beiträgen bedankte er sich mit den Worten: „Ich war echt gern Schulleiter hier, es war toll mit euch.“

Die Kollegen gaben ihrem Schulleiter ein Abschiedslied. K. Beißner
  • Die Kollegen gaben ihrem Schulleiter ein Abschiedslied. K. Beißner


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