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Arbeiten keine Notfallmaßnahme

E.on: Kein Loch ist im Gasrohr - Missverständnis

Kirchhorsten (gus). Das hat für Aufsehen im Helpser Gemeinderat gesorgt: Bürgermeister Adolf Neitsch berichtete über ein Leck in der Gasleitung an der Kirchhorster Wittenfeldstraße. Laut dem zuständigen Unternehmen sind die Erdarbeiten an der Stelle aber keineswegs eine Notfallmaßnahme gewesen. Gas entweiche jedenfalls nicht.

veröffentlicht am 08.11.2008 um 00:00 Uhr

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Neitschs Kenntnis zufolge, die von der ausführenden Baufirma stammt, hatte E.on-Ruhrgas ein Leck in der Leitung entdeckt, die Straße aufgerissen und anschließend wieder zugebuddelt. Die Fahrbahndecke sei nicht wiederhergestellt worden, weil das Schließen der undichten Stelle wegen der derzeitigen Temperaturen nicht möglich gewesen sei.Erst im Frühjahr würden die Arbeiten abgeschlossen und die Fahrbahndecke erneuert. "Da gehe ich jetzt aber nicht mit brennender Zigarre lang", kommentierte Manfred Kesselring (SPD) den Bericht. Doch die Sorge, möglicherweise ausströmendes Gas zu entzünden, ist offenbar unbegründet. Helmut Roloff, Mitarbeiter der E.on-Ruhrgas-Pressestelle, versicherte auf Anfrage, dass kein Loch im Gasrohr geflickt werden muss. Eine solche Maßnahme wäre Polizei und Feuerwehr bekannt gegeben worden, sagte der Sprecherdes Unternehmens. Das Missverständnis ist demnach auf die Auskunft der Bauarbeiter zurückzuführen. Es handele sich um die Leitung vom Ruhrgebiet nach Hannover. Daran sollte bei Kirchhorsten ein Zugang für eine Querverbindung erstellt werden, um bei Bedarf Gasmengen abzuzweigen. Tatsächlich konnten die Arbeiten wegen der aktuellen Witterung nicht zu Ende gebracht werden. Dies geschehe im Frühjahr - dann auch inklusive Fahrbahndecke. Das dürfte die Anwohner des Hauses Nummer 12 an der Wittenfeldstraße freuen. Diesen war nach eigener Aussage der Grund der Erdarbeiten nicht genannt worden. Nun wunderten sich die Kirchhorster, dass die Straße nicht ordentlich wiederhergestellt und darüber hinaus auch die Garageneinfahrt des Grundstücks stellenweise in Mitleidenschaft gezogen worden war. Schön wäre es gewesen, wennDinge wie zeitlicher Ablauf und Grund der Tätigkeit den betroffenen Anliegern mitgeteilt worden wären, meint einer der Hausbewohner. Schon vor Jahren sei an der Gasleitung gearbeitet und das Pflaster der Einfahrt beschädigt worden.

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