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24 Stunden bangt der Fürst um das Leben seiner Mutter / Keine bleibenden Schäden zu erwarten

Entwarnung: Fürstin ist außer Lebensgefahr

Bückeburg . Am Morgen des Dienstag bei der Vorstellung des Buchesüber seinen Ur-, Ur-, Urgroßvater Georg Wilhelm hatte der Fürst noch nicht wissen können, was ihn am Abend erwartete. Er war guter Dinge, scherzte mit den Journalisten und dem Buchautor.

veröffentlicht am 01.03.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:50 Uhr

Benita Fürstin zu Schaumburg-Lippe (rechts, hier mit Sohn Fürst
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Am Abend dann erreichte den Fürsten die Hiobsbotschaft vom lebensgefährlichen Unfall seiner Mutter Benita Fürstin zu Schaumburg-Lippe. Sofort eilte er ins Krankenhaus Bethel, wohin seine Mutter zunächst gebracht worden war; wich nicht von ihrer Seite, als sich nach und nach die Schwere ihrer Verletzungen herausstellte und die 79-Jährige zunächst ins Klinikum Minden gefahren, dann aber noch in der gleichen Nacht in eine Spezialklinik nach Hannover transportiert wurde. Erst dort gelang es den Spezialisten, die Fürstin zu stabilisieren: Sie wird in ein künstliches Koma gelegt. Nach Informationen unserer Zeitung erlitt die Fürstin ein schweres Schädelhirntrauma sowie Brüche beider Schienbeine. Gestern Nachmittag kam dann die Entwarnung der behandelnden Ärzte: Die Fürstin ist außer Lebensgefahr, ihr Zustand weiter stabil. Und noch besser: Es seien keine bleibenden Schäden zu erwarten. Anja Tschirch, persönliche Referentin des Fürsten: "Diese Nachricht gibt uns Hoffnung und stimmt uns positiv. Wir sind erleichtert." Gestern am frühen Morgen fuhr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe auf das Schloss zurück, um sich von den Anstrengungen der Nacht zu erholen. Die Hofkammer schirmte ihn vor den Presseanfragen ab. "Angesicht der tragischen Ereignisse müssen Sie verstehen, dass derzeit keine weiteren Stellungnahmen, vor allemkeine persönlichen, herausgegeben werden." Um angesichts der Prominenz des Unfallopfers das Haus Schaumburg-Lippe vor allzu neugierigen Nachfragen zu schützen, war seitens der Polizei Bückeburg - auch auf Intervention des Fürsten - zunächst eine Nachrichtensperre verhängt worden. Es sollte Zeit gewonnen werden, um die Hiobsbotschaft zu verdauen. Gestern morgen übernahm dann die Polizeiinspektion Nienburg als vorgesetzte Dienststelle die Presseauskünfte. Erst deren Sprecherin Gabriela Mielke gab Auskünfte zu Details des Unfalls. Danach wollte die Fürstin um 18.28 Uhr nach einem Friseurbesuch an der Schulstraße in das Schloss heimkehren. Beim Überqueren der Schulstraße wurde sie von einem in Richtung Stadtkirche fahrenden BMW eines 56-jährigen Rintelners erfasst und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geschleudert, ehe sie auf der Fahrbahn liegen blieb. Durch den Zusammenprall splitterte die Windschutzscheibe im Bereich der Fahrerseite. Nach unbestätigen Informationen soll Fürstin Benita noch ansprechbar gewesen sein. Notarzt und Rettungswagen waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Zum Zeitpunkt des Unfalls regnete es. Ob die Fürstin auf der Straße stand oder ging, konnte bisher nicht geklärt werden. Zur Unfallursache konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Um zu klären, ob erhöhte Geschwindigkeit im Spiel war, wurde die Kleidung der Fürstin sichergestellt. Anhand bestimmter Muster können Kriminaltechniker Rückschlüsse auf das Aufpralltempo ziehen. Dass die Fürstin gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde, sei allerdings ein Indiz für eine eher geringe Geschwindigkeit, sagte die Polizeisprecherin. Nach den einschlägigen Erfahrungen der Verkehrspolizisten wäre die Fürstin bei einer höheren Geschwindigkeit des Fahrzeuges über das Dach hinweggeschleudert worden. In Bückeburg machte am Morgen die Nachricht vom fürchterlichen Unfall der Fürstin die Runde. Bürgermeister Reiner Brombach äußerte sich auf Anfrage dieser Zeitung sehr bestürzt: "Wir sind absolut schockiert. Wir wünschen und hoffen, dass Fürstin Benita den Unfall überlebt und wünschen ihr von Herzen alles Gute - nämlich, dass sie ihn ohne bleibende Schäden übersteht."

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