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Zu: „Millionen für die Altstadt“, vom 11. November

Entscheidung für Stadtgalerie zeigt Folgen

Im elften Jahr nach der Eröffnung der Stadtgalerie wird es jetzt richtig teuer für die Stadt Hameln. Obwohl 2004 ein Gegengutachten (Dr. Möller, Pestel Institut) die heute eingetretene Katastrophe in der Innenstadt präzise voraussagte, entschieden sich die damals Verantwortlichen für die viel zu große Stadtgalerie.

veröffentlicht am 20.12.2019 um 22:28 Uhr

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Im Grunde sind mit dieser Fehlentscheidung die erheblichen öffentlichen Fördergelder für die Altstadtsanierung der 1970er Jahre zum Teil entwertet worden. Das für die kleine Stadt übertrieben große Center hatte von Anfang an das falsche Konzept. Es kopierte nur den bestehenden Altstadteinzelhandel, brachte keine neuen Anbieter mit größerem Flächenbedarf und hat sich nach zehn Jahren als der größte Schaden für die Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges herausgestellt. Zig Millionen Mietumsatz entgehen der Stadt seit der Ansiedlung des Centers. Sie fließen nach Hamburg und in den Immobilienfonds. Aus diesen Geldern fehlen den Eigentümern auch die Mittel für die Instandhaltung der denkmalgeschützten, historischen Bausubstanz.

Der Zusammenbruch der Mieten ist es nicht allein. Die Leerstände, auch in den Nebenstraßen, lassen die Mittel gänzlich versiegen. Nun muss sich die Stadt der vom Verfall bedrohten Gebäude annehmen. Die jetzt angekündigten Maßnahmen werden bei weitem nicht ausreichen.

So ist das mit unserer Kommunalpolitik: Eine Ratsgeneration rettet die historische Altstadt vor der Flächensanierung, die andere setzt sie aufs Spiel, sorgte für den Beginn ihres Niedergangs.



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