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Kirchenkreis stellt pädagogische und betriebswirtschaftliche Leitung

Entlastung für die einzelnen Kitas

Coppenbrügge/Salzhemmendorf (ran). Die Leitung einer Kindertagesstätte ist ein Allround-Job. Neue Gesetze und Verordnungen müssen umgesetzt werden, pädagogische Konzeptionen entworfen, Teamfragen geklärt und es muss sich jemand um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Auch die religionspädagogische Arbeit soll nicht zu kurz kommen und Hunderte von Kleinigkeiten müssen im Jahresverlauf organisiert werden.

veröffentlicht am 18.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

Jetzt werden evangelische Kitas von vielen dieser zeitraubenden Aufgaben entlastet. Wie in vielen anderen Regionen der Landeskirche, haben auch die beiden Kirchenkreise Hildesheimer Land-Alfeld und Hildesheim-Sarstedt ihren Gemeinden angeboten, die Kita- und Krippenträgerschaft auf den Kirchenkreisverband zu übertragen. Dazu musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, denn erst einmal fanden die Leiterinnen vor Ort die Idee gar nicht gut und fühlten sich in ihren Kompetenzen entmachtet. Und auch die Kirchenvorstände mussten von der Idee überzeugt werden, dadurch nicht entmachtet, sondern vielmehr entlastet zu sein. Die meisten Gemeinden akzeptieren jedoch nach längerer Abwägung das Angebot. Und damit geht die Trägerschaft zahlreicher evangelischer Kindertagesstätten und Krippen von der Kirchengemeinde vor Ort an die Kirchenkreise.

Ist eine Kirchengemeinde ohne Kita überhaupt noch eine Gemeinde? Unbedingt, würden Sabine Schommartz, die für Hildesheimer Land-Alfeld zuständig ist, und ihre Kollegin Elke Hiemesch vom Bereich Hildesheim-Sarstedt entgegnen. Beide Erzieherinnen mit Zusatzqualifikation mussten auch erst die Vorteile der Synergie verstehen. Sie planen Arbeitsprozesse vor, die mehrere Kitas betreffen, entwickeln inhaltliche Konzepte mit und behalten bei der Personalplanung die Gesamtsituation im Kirchenkreis im Auge. Wobei die Entscheidung, wie eine freie Stelle besetzt wird, weiterhin von der jeweiligen Kita-Leiterin getroffen wird. Auch für die Kirchenvorstände sieht Sabine Schommartz eine Verbesserung: „Die brauchen sich jetzt nicht mehr um diese Stellenpläne zu kümmern.“

Ein Ziel der pädagogischen Leitungen wird es in Zukunft sein, neue Impulse für eine Einbindung der Kindertagesstätten in die jeweilige Gemeinde zu geben. Darüber hinaus werden sie die Kita-Leitungen bei strukturellen Themen in Einzelgesprächen unterstützen. Für die Begleitung in pädagogischen Fragen bleibt das Angebot der kollegialen Praxisberatung erhalten. Cornelia Anolke aus Hildesheim, Gabriele Rogalla aus Alfeld, Anke Schnüll aus Bis-perode und Britta Klauenberg aus Holle übernehmen weiterhin diese Aufgabe.



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