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Merle Keil siegt bei feucht-fröhlicher Regatta / Josie Knop hat das schönste "Tier"

Enten liefern sich nasses Rennen

Lauenau (nah). Der kleine gelbe Kandidat von Merle Keil hat es geschafft. Nach Spitzenplätzen im Vorlauf und in der Zwischenrunde behauptete sich die Plastikente auch im Finale. Sicher tanzte sie auf den Wellen zwischen der "Weißen" und der "Schwarzen" Brücke auf der Rodenberger Aue und brachte ihrer Besitzerin den Sieg ein. Die junge Dame erfuhr jedoch erst später von ihrem Glück: Sie war gar nicht anwesend.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:39 Uhr

"Renn"-Tiere und ihre Besitzer: Auf dem Brückengeländer wurden d

Dafür kamen etliche andere Besucher zu diesem wiederum ungewöhnlichen "Renntag". Zum dritten Mal hatte der Lauenauer SPD-Ortsverein im Rahmen seines jährlichen Ferienprogramms die Regatta ausgeschrieben. Hundert Schnabelkandidaten standen zur Verfügung; 74 kamen hübsch dekoriert zurück. Das führte schon zum ersten Wettkampf: eine Schönheitskonkurrenz. Diese wurde gemeinsam von Josie Knop und den Geschwistern Marlon und Emily Kordes gewonnen. Denn haargenau die gleiche Punktzahl erzielten deren Basteleien. Josie ließ eine Prinzessin entstehen; die beiden Schwestern setzten mit elterlicher Hilfe ihren Regattabewerber kurzerhand in ein Boot. Auch der dritte Platz war bemerkenswert: Frank Fatzlers "Kuh"-Ente lief einem von gelb in schwarz dekorierten "Harry Potter" den Rang ab. Zuvor hatten die beiden Organisatoren durch Schirmherr Heinz Laufmöller drei Stimmzettel ziehen lassen: Leonie Bente, Florian Friedrich und Katharina Ehmke durften sich ebenfalls über Preise freuen. Dann aber galt die ganze Aufmerksamkeit von Eigentümern, Angehörigen und neugierigen Zaungästen dem Tanz auf dem Wasser. "Heute wird es schnell", konstatierte Wolfgang Kölling, der in Wat hosen und mit Kescher am Ziel stand und von Werner Senftleben assistiert wurde: "Die Strömung ist stärker als sonst." Jeweils 15 Kandidaten starteten in den Vorrunden. Manchmal war die schönste Dekoration schon nach wenigen Metern hinüber. Doch das interessierte am Ziel keinen mehr: "Meine, meine", brüllte eine junge Dame beim Anblick des Spitzenfeldes. Ihr kleiner Nachbar ärgerte sich, weil sich die schöne Dekoration als hinderlich erwiesen hatte, um seine Ente ganz vorn mitschwimmen zu lassen. Am Ende aber waren sich die Beobachter einig: Es ist nicht zuletzt der Zufall, dass die richtige Welle zum rechten Moment bachabwärts rollt und ihre fast federleichte Fracht mitnimmt.

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