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Marie Robinson (37) bietet Kurse für Kinder, Erwachsene und Senioren an

"English Tea" mit Ritter Mortimer - und ganz nebenbei lernt man Englisch

Foto: cok Rinteln (cok). Kaum ein Erwachsener würde freiwillig am normalen Schulunterricht teilnehmen. Der Englischunterricht aber, den die geborene Britin Marie Robinson (37) anbietet, entstand nach einem Konzept, das für Kinder entwickelt wurde und in seiner spielerischen, alltagsorientierten Herangehensweise auch älteren Leuten Mut zum Sprechen der anderen Sprache machen soll.

veröffentlicht am 10.01.2007 um 00:00 Uhr

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Befangenheitüberhaupt keine Spur: Den Kindern macht der Unterricht bei Marie Robinson sich

Wer jedenfalls die sieben Mädchen im Grundschulalter beobachtet, wie sie sich in einem der Kinderkurse von Marie Robinson mit größtem Vergnügen in das Abenteuer des Lernens stürzen, der kann nur wünschen, dass auch möglichst viele Erwachsene dieses Angebot nutzen werden. Demnächst beginnen Kurse, die sich vor allem an Senioren richten und überhaupt an alle, die zwar über ein gewisses Schulwissen verfügen, aber sich oft viel zu befangen fühlen, um es auch anzuwenden. Bei den Mädchen jedenfalls ist von Befangenheit überhaupt nichts zu spüren. Sie sitzen im Kreis auf dem Boden, beginnen gleich mit einem englischen Begrüßungslied und, da heute eine neue Schülerin dabei ist, mit einer Vorstellungsrunde, bei der sie sich ein Steinchen zuwerfen: "I'm Leandra, who are you? - I'm Alwina, who are you?" In einem speziellen Lernbüchlein mit netten Bildern entdecken sie die Tiere auf dem Bauernhof, derenNamen, Farben und Anzahl sie wie nebenbei erlernen - und schon ist das Lied "Old MacDonald had a farm..." an der Reihe. "Activity Books" heißen die Unterrichtsbücher, die, wie das ganze zeitgemäße Unterrichtskonzept, auf eine Annäherung an das Englische ausgelegt sind, die dem Erlernen der eigenen Muttersprache möglichst nahe kommen will. Auch im weiteren Verlauf der Stunde wird das Grammatische nicht erklärt, sondern von Marie Robinson einfach vorgeführt. "Lara, please dance" sagt sie, und fragt dann: "What is she doing?" Die Antwort kommt in der richtigen Form: "She is dancing", und so geht es fort durch all die ständig wechselnden kleinen Übungen. Die Erwachsenenkurse nutzen dasselbe Prinzip. Wo die Kinder anhand einer Grundgeschichte um den kleinen Ritter Mortimer und seinen Drachen mal Zahlen, dann wieder Namen von Gegenständen und einfache Frage-Antwort-Spiele kennen und aussprechen lernen, treffen sich die Erwachsenen bei Marie Robinson zum "English Tea", knabbern Kekse und plaudern über Alltagssituationen, meistens in Rollenspielen, bei denen es um Einkaufen, Familie, Urlaubssituationen oder Arztbesuche geht. Auch sie benutzen dabei Bilderbücher, orientieren sich an dem Vorbild ihrer Lehrerin und erleben lauter kleine Situationen, durch die sich das Gelernte leichter wieder aufrufen lässt. "Ich habe lange nach dem richtigen Konzept gesucht", meint die studierte Britin, die vorher in ihren Stadthäger Volkshochschulkursen für Englisch feststellte, wie schwer sich viele Erwachsene damit tun, einfach mal zu sprechen, statt ewig lange zu überlegen, welche Regeln sie anwenden müssen, oder darauf zu warten, dass ein Test geschrieben wird. Wer also in den "Mortimer Club" eintreten will, zu gemäßigten Preisen und in Gruppen mit bis zu acht Teilnehmern, findet Infos bei Marie Robinson unter (0174) 2367965 oder im Internet: "www.mortimer-english.de".



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