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Vortrag der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik sucht nach Antworten

Engere Partnerschaft mit der Türkei - Bereicherung oder Hemmnis?

Bückeburg. Mit der Frage nach Chancen und Risiken für den Fall, dass die Türkei in die EU aufgenommen werden sollte, beschäftigt sich der erste Vortrag der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im neuen Jahr.

veröffentlicht am 19.12.2007 um 00:00 Uhr

Die mögliche Aufnahme der Türkei in die Europäische Union (EU) ist quer durch alle Parteien umstritten. Befürworter sehen hierin eine Bereicherung für Europa, Flankenschutz gegen einen ausufernden Islamismus, Förderung der Integration und neue marktwirtschaftliche Impulse. Gegner der Aufnahme fürchten eine Überdehnung der EU, die durch die beiden letzten Ost-Erweiterungen erst einmal Zeit zur Konsolidierung braucht, eine "Schengener" Außengrenze mit Iran und Irak mit allen dadurch denkbaren Sicherheitsrisiken und die Umdeutung des türkisch-kurdischen Konflikts in eine innereuropäische Angelegenheit. Eine weitere Fülle an Argumenten zum "pro und kontra" ließe sich noch aufzählen. Es ist deshalb sicher sinnvoll, zu dieser Thematik einmal keinen Politiker zu hören, sondern einen ehemaligen Offizier der Bundeswehr, der mehr als drei Jahre in Istanbul tätig war und mit Passion sich der Türkei, der türkischen Sprache und der Beziehungen der Türkei zu Europa und Deutschland widmet. Er lehrt an der Uni Bonn und stellt die Frage "Mit der Türkei in eine engere Partnerschaft - Bereicherung oder Hemmnis?" Beantwortet werden soll diese bei der ersten Veranstaltung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im Jahr 2008, die am Donnerstag, 17. Januar, um 19 Uhr im Hotel "Bad Minden" an der Portastraße in Minden stattfindet. Dort wird Brigadegeneral a.D. Dipl.-Ing. Eckhard Lisec Rede und Antwort stehen. Sein Lebenslauf weist den Referenten als einen Soldaten mit reichhaltiger internationaler Erfahrung aus: So war Eckhard Lisec in den Jahren 2002 bis 2005 Abteilungsleiter im Nato-Korpsstab in Istanbul.

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