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Energieverschwender

650 000 Heizkessel in Deutschland sind mangelhaft

veröffentlicht am 09.10.2009 um 16:46 Uhr
aktualisiert am 12.10.2009 um 13:35 Uhr

Jeder vierte Ölkessel und jeder fünfte Erdgaskessel sind zu alt.

Zu viele Abgase im Alter: Ein neuer muss her

Wenn der Schornsteinfeger einmal klingelt – dann zum jährlichen Check. Dabei kommt heraus: Viele Heizkessel in Deutschland haben erhebliche Abgasverluste und ein museumsreifes Alter, bemerkt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Von den etwa 7,9 Millionen Öl- und Gasheizkesseln, die vom Schornsteinfegerhandwerk im Jahr 2008 überprüft wurden, entsprechen 650 000 der Kategorie „mangelhaft“. Zu hohe Energieverluste oder gar Ölspuren im Abgas bemängelt der Kaminkehrer bei seiner jährlichen Kontrolle. Hier hilft oft nur Wartung, ein Brennertausch oder schließlich der Austausch der Anlage. Doch auch das Alter der Heizkessel ist erschreckend. Etwa jeder vierte Ölkessel und jeder fünfte Gaskessel ist älter als 20 Jahre. Laut Aussage des BDEW wird hier Geld zum Fenster verheizt. Die Geräte arbeiten in der Regel mit veralteter Technik und niedrigen Wirkungsgraden, sodass der Energieverbrauch unnötig in die Höhe schnellt. Der Einsatz einer Erdgas-Brennwertheizung sorgt hier allein schon für Energieeinsparungen, gekoppelt mit einer Solarwärmeanlage kann der Verbrauch weiter reduziert werden.

Der BDEW rät, die Heizungsmodernisierung rasch umzusetzen. Dafür sprechen zum einen die gegenwärtigen Förderprogramme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als auch die Fördermaßnahmen der KfW Förderbank. So gibt es derzeit Zuschüsse, wenn der alte Öl- oder Gaskessel gegen ein energiesparendes Erdgas-Brennwertgerät mit solarer Heizungsunterstützung ersetzt wird.

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