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Ungeklärte Fragen zur Windkraft

Endlich TÜV-Prüfung einführen

Die Dewezet sollte das Kind endlich beim Namen nennen: Es ist ein Windindustriegebiet! Die Schönheit eines Parks lässt sich dort nicht wiederfinden. Es ist die Umwandlung unseres Naherholungsgebietes in ein riesiges Industriegebiet – nichts anderes.

veröffentlicht am 24.02.2020 um 14:41 Uhr

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Zu: „Rotorschaden – Reparatur lässt auf sich warten“, vom 12. Februar


Zudem bleiben die entscheidenden Fragen ungeklärt: Wie kann es sein, dass die Rotorblätter nach einem Jahr Betriebszeit bereits Defekte aufweisen? Gemessen an der Verfügbarkeit von konventionellen Kraftwerken pro Jahr, haben die Windkraftanlagen lediglich ein Viertel der Volllaststunden geleistet. Was ist die Ursache für diese Schäden? Sind es Fertigungsfehler oder muss man sich eingestehen, „Fremdkörper“ (Vögel) in der Luft zerschlagen zu haben? Werden die Schäden auch an den restlichen Anlagen auftreten und wurden auch diese ausreichend kontrolliert? Wieso kann eine Gefährdung der umliegenden Infrastruktureinrichtungen (Trinkwasserbrunnen, Höchstspannungsleitungen und Bahntrasse) durch Havarie ausgeschlossen werden? Leider wird keine dieser Fragen beantwortet. Als Lösung werden uns neue Rotorblätter präsentiert, das heißt, bereits nach einem Jahr „Betrieb“ ist tonnenweise Sondermüll entstanden! Es wird Zeit, endlich verpflichtende TÜV-Prüfungen für Windräder einzuführen. Jede andere Industrieanlage unterliegt einer Prüfpflicht, wieso gilt dies nicht für Windkrafträder?

Übrig bleibt im Artikel lediglich der Eindruck, dass es dem Schallopfer in Grohnde nur um Schadenersatz geht, doch Gesundheit und Heimat lassen sich nicht mit Geld aufwiegen. In der Klage geht es um eine angestrebte Nachtabschaltung sowie um den Nachweis, dass der emittierte Infraschall dieser Industrieanlagen gesundheitsschädlich ist. Doch solange die Messungen nach einer veralteten Norm für Industrieanlagen bis maximal 30 Meter Höhe erstellt werden, sind die Ergebnisse das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.



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