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Endgültige Entscheidung nicht vor dem 18. August

Landkreis (ll). Die geplante Fusion zwischen dem Klinikbetreiber ProDiako aus Rotenburg und dem Frankfurter Gesundheitskonzern Agaplesion wird ganz offenbar nicht vor dem 18. August vollzogen werden. Dann findet die Hauptversammlung der Agaplesion-Aktionäre statt, erst dann soll endgültig grünes Licht für den Zusammenschluss der beiden Klinikbetreiber gegeben werden.

veröffentlicht am 19.07.2012 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 07.12.2012 um 12:50 Uhr

Dass die Fusion „frühestens am 18. August“ festgezurrt werden soll, geht aus einem Bericht der Kreiszeitung in Syke über die Zukunft des Rotenburger Diakoniekrankenhauses, das auch von der ProDiako-Holding betrieben wird, hervor.

Die Fusionsverhandlungen laufen seit November 2011. Da hatte die ProDiako wegen finanzieller Verpflichtungen durch den Neubau des Gesamtklinikums in Vehlen angekündigt, einen „starken Partner“ mit ins Boot zu holen. Der Klinikbetreiber aus Rotenburg fand die Frankfurter Agaplesion AG als potenziellen Partner. Im Februar 2012 wurde ein „Letter of Intent“ unterzeichnet, der die gesellschaftsrechtliche Fusion mit Agaplesion in Aussicht stellte. Noch Mitte April hatte Pro-Diako-Geschäftsführer Heinz Kölking angekündigt, dass die Verträge bis Mitte Jahres unterschriftsreif vorliegen würden.

Eine persönliche Stellungnahme zum Termin 18. August war von ProDiako-Geschäftsführer Heinz Kölking nicht zu erhalten, er ließ auf Anfrage aber aus seinem Hause verlauten: „Wir sind mitten in den Verhandlungen.“

Doch die Verhandlungen sollten mittlerweile eigentlich schon abgeschlossen sein. Während der letzten Kreistagssitzung am 26. Juni beantwortete ProDiako auf Anfrage der Grünen noch offene Fragen. Da hieß es unter anderem, dass die Verhandlungen „bis Anfang Juli“ in der Sache abgeschlossen sein würden.

Die wirtschaftlichen Bewertungen der Einrichtungen, die unter dem Dach der ProDiako arbeiten, sei wesentlich umfangreicher, als die Verantwortlichen erwartet hatten, werden die ProDiako-Geschäftsführer Michael Schwekendiek und Heinz Kölking weiter in der Kreiszeitung zitiert.

Während bei den Fusionsverhandlungen offenbar keine Eile vorherrscht, ist insbesondere der Landkreis bemüht, die Causa Klinikum schnell in trockene Tücher zu bekommen. Zwar gebe es „derzeit keine Anhaltspunkte“, dass die magische Defizitgrenze in den bestehenden Krankenhäusern von 31 Millionen Euro überschritten werde, doch je länger sich die Inbetriebnahme des neuen Klinikums hinauszögert, desto mehr Geld kostet es.

Wie berichtet, trägt der Landkreis Schaumburg beim Überschreiten der 31-Millionen-Euro-Grenze jeden einzelnen Defizit-Euro allein.



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