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Verwaltungsausschuss entscheidet / Jetzt soll 2007 saniert werden / 300 000 Euro kalkuliert

Endgültig! Hof-Apotheke wird nicht verkauft

Bückeburg (rc). Nun ist es amtlich: Die Hof-Apotheke wird nicht verkauft. Diesen Beschluss fasste der neue Verwaltungsausschuss auf seiner ersten Sitzung am Montagabend. Allerdings gab es nach Informationen unserer Zeitung kein einstimmiges Meinungsbild. Mehrere Ratsherren plädierten aus wirtschaftlichen Gründen für einen Verkauf, während eben diese wirtschaftlichen Gründe doch den Ausschlag dafür gaben, dass Gebäude am Marktplatz zu behalten und mit Eigenmitteln zu sanieren.

veröffentlicht am 15.11.2006 um 00:00 Uhr

Wie Bürgermeister Reiner Brombach mitteilte, soll nun so schnell wie möglich das bereits vorliegende, grobe Sanierungskonzept verfeinert und ausgeplant werden, damit noch 2007 mit der Sanierung begonnen werden kann. Neben sanitären Anlagen, Küche und Keller soll auch die alte, im gleichen Gebäude liegende Touristinfo der Gaststätte zugeschlagen werden. Entsprechende Absichtserklärungen des Pächters, die Erweiterung mitzutragen, liegen vor, so Brombach: "Wir wollen so schnell wie möglich die entsprechenden Beschlüsse fassen." Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters soll die Sanierung unter laufendem Betrieb der Gaststätte mit möglichst wenig Beeinträchtigungen erfolgen. Rund 300 000 Euro sind bisher für die Sanierung kalkuliert. Da die Hof-Apotheke in den stadteigenen Betrieb "Ratskellerbetriebe" eingebracht worden ist, wird dieser Betrieb die Sanierung mit Eigenmitteln finanzieren müssen, den städtischen Haushalt also nur indirekt belasten, wie Brombach vorrechnete. Denn eine Überführung von Gewinnen an den Haushalt wird durch die Investitionen in den kommenden Jahren dadurch nicht erfolgen. Zu den wirtschaftlichen Gesichtspunkten merkte Brombach an, dass die Stadt in den Jahren 1993 und 2000 erhebliche Investitionen in den Erhalt dieses Gebäudes direkt am Marktplatz gesteckt habe. Die Hof-Apotheke in der derzeitigen Lage auf dem Immobilien zu einem schlechten Kaufpreis abzugeben, rechne sich daher nicht. Obendrein müsse die Stadt für die Büros der Stadtverwaltung in den Obergeschossen "kräftig" Miete an potenzielle Käufer zahlen, die allein daraus den Kaufpreis finanzieren könnten. "Die Hof-Apotheke zu behalten, ist eine wirtschaftliche und sinnvolle Lösung." Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt als Eigentümerin der Hof-Apotheke die Gewähr dafür behalten wird, "was am Marktplatz passiert". Würde das Gebäude verkauft, könnten dort andere Nutzungen als eine Gastwirtschaft möglich sein, ohne dass die Stadt darauf Einfluss hat: "So behalten wir das Heft in der Hand."

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