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Jahresversammlung der Feuerwehr Kirchohsen / Übergabe des neuen Löschfahrzeuges ein Höhepunkt

„Emmerthaler Feuerwehren sind leistungsfähig“

Kirchohsen. Das Thema „Überprüfung der Feuerwehren durch den Landesrechnungshof“, bestimmte die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kirchohsen. Bürgermeister Andreas Grossmann machte deutlich: „Die Emmerthaler Feuerwehren sind sehr wohl leistungsfähig.“

veröffentlicht am 06.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:41 Uhr

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Das konnte man auch dem Jahresbericht von Kester Weitze entnehmen, der für den erkrankten Ortsbrandmeister Thomas Jordan als Stellvertreter die Versammlung leitete und über 47 Einsätze berichtete. In allen Grußworten, die dann folgten, wurde der Schwerpunktfeuerwehr ein großes Lob gezollt. Bürgermeister Grossmann erklärte, nochmals auf einen Artikel in der Dewezet verweisend, in dem Bericht des Landesrechnungshofes stehe, die Emmerthaler Feuerwehren seien eben nur rein planerisch nicht leistungsfähig. „So hat es 2013 keinen der vielfältigen, sehr komplexen Einsätze gegeben, wo wir sagen können, wir hatten keine leistungsfähige Feuerwehr“, betonte Andreas Großmann. „Wir wissen die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren sehr wohl zu schätzen, bei denen sie sich auch in Gefahr bringen.“ Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer fügte hinzu: „Die Sicherheit unserer Bürger ist bei Euch in guten Händen.“ Auch Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann merkte an, der Landesrechnungshof sei nur aufgrund von Vorschriften und dann überprüften Unterlagen zu seinem Bericht gekommen: „Niemand hat an einer Übung oder einem Einsatz teilgenommen und sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit überzeugt.“ Nach dem Bericht, über den ja mit den Verantwortlichen noch mal gesprochen werden soll, habe die Gemeindefeuerwehr aber schon reagiert, Alarm- und Ausrückeordnungen umgestellt und sie werde die Dokumentation des Übungs- und Einsatzdienstes verbessern.

Zuvor hatte der stellvertretende Ortsbrandmeister Kester Weitze auf die 47 Einsätze im Gemeinde- und Kreisgebiet des vergangenen Jahres zurückgeblickt. Sie setzen sich aus 17 Bränden, 20 technische Hilfeleistungen, sieben ausgelösten Brandmeldeanlagen und drei Türöffnungen zusammen. Darunter waren an größeren Einsätzen der Großbrand an der ehemaligen britischen Schule in Hastenbeck, Schuppenbrände mit einem Heizöllager in Esperde, ein Kornfeldbrand bei Kirchohsen, aber auch schwere Unfälle bei Grohnde, Ohr oder Hämelschenburg, wo Einsatzstellen ausgeleuchtet oder Unfallopfer befreit werden mussten. Natürlich erwähnte Kester Weitze auch die Hochwassereinsätze in der Gemeinde oder an der Elbe.

1621 Dienststunden wurden bei den Einsätzen gezählt, zusammen mit der Ausbildung (3847 Stunden) und anderen Diensten kamen die 47 Aktiven auf 6794,5 Dienststunden. So ist die Ortswehr auch beim Silvesterlauf der TSG Emmerthal aktiv, bei Laternenumzügen oder bei der Ferienpassaktion. Da bei der Feuerwehr Emmerthal genau Buch geführt wird über die Einsätze unter Atemschutz, konnte Alessandro Conrad mit 490 Minuten für die längste Zeit unter Atemschutzgerät ausgezeichnet werden. Höhepunkt laut dem stellvertretenden Ortsbrandmeister war sicherlich die Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges (LF 20). Hierbei wurde das „Beschaffer-Team“ mit Thomas Jordan, Frank Melde, aber besonders Matthias Hüsing, gelobt, die aus den Mitteln der Gemeinde Emmerthal, aber auch aus Spenden der Lohmanngruppe und dem Förderverein der Gemeindefeuerwehr, ein optimales Fahrzeug zusammenstellten.

Der stellvertretende Brandabschnittsleiter Karsten Redeker dankte der Ortswehr Kirchohsen dafür, dass sie die Fahrzeuge der feuerwehrtechnischen Zentrale und den Gefahrgutzug mit besetzt. Er konnte dann Manfred Woltemate für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes auszeichnen. Diese Auszeichnung für 40 Jahre von Henry Jeach wieder demnächst nachgeholt. Gemeindebrandmeister Brockmann beförderte Robin Melde zum Feuerwehrmann, Astrid Schwedt zur Oberfeuerwehrfrau, Christoph Kather zum Oberfeuerwehrmann, Alessandro Conrad und Tim Zimmermann zu Hauptfeuerwehrmännern, Carsten Brisch und Maik Hühnerbein zu Ersten Hauptfeuerwehrmännern sowie Frederick Woltemate zum Oberlöschmeister. Verabschiedet mit einem kleinen Präsent wurden Antonio Rohde als Gruppenführer der 3. Gruppe und sein Stellvertreter Thomas Feldmann. Die Gruppe wurde aufgelöst und die Mitglieder auf die zwei verbleibenden Gruppen verteilt.tis

Der stellvertretende Brandabschnittsleiter Karsten Redeker (vorn, 2. v. li.) gratuliert Manfred Woltemate (li.) zu 50 Jahren in der Feuerwehr im Beisein der Beförderten und von Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann (oben re.) und Kester Weitze (2. Reihe li.). tis



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