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Anlaufstelle für Schwangere trotz geschlossener Geburtshilfe / Viele Anfragen von außen / Neue Räume

"EMMA-Zentrum" - einzigartig in Deutschland

Rinteln (la). Die Betreuung von Schwangeren vor der Geburt und die Begleitung von Eltern mit ihren Säuglingen im EMMA-Zentrum des Kreiskrankenhauses Rinteln wird sehr gut angenommen. Jetzt ist auch der Umbau abgeschlossen und die Hebammen und Kinderkrankenschwestern können ihre Besucher in den neuen freundlichen Räumen begrüßen und beraten.

veröffentlicht am 05.04.2006 um 00:00 Uhr

Birgit Radke (v.l.), Gabriela Kowalski, Kirsten Dornbusch und Ma

Im "EMMA-Zentrum" bieten die freiberuflichen Hebammen Kirsten Dornbusch und Gabriela Kowalski Geburtsvorbereitungskurse für Paare, Rückbildungskurse und eine Hebammensprechstunde an. Während der Rückbildungskurse werden die Babys von Kinderkrankenschwestern betreut. "Dann können sich die Mütter ganz um sich selbst kümmern und den Kurs in Ruhe und stressfrei genießen", berichtet Kirsten Dornbusch. Die Kinderkrankenschwestern Marlene Kibgilka und Birgit Radke führen Säuglingspflegekurse, Babymassagekurse und Stillberatungen in bekannter und bewährter Form durch. "Wir betreuen die Frauen mit all unserem langjährigen Wissen", verspricht Marlene Kibgilka. In Kooperation mit dem Kinderschutzbund Rinteln werden durch die Diplom-Sozialpädagogin Anne Diekstall-Gerdes PEKiP-Kurse zur frühkindlichen Förderung im EMMA-Zentrum angeboten. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 19.30 bis 21 Uhr finden im EMMA-Zentrum Informationsabende zu verschiedenen Themen statt. Es referieren Gynäkologen, Kinderärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Krankengymnasten. Die Physiotherapeutin Dietlind Nieschke informiert im Rahmen der Elternschule zum Beispiel über die motorische Entwicklung von Kleinkindern und Neugeborenen. Bei den Arztgesprächen geht es um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Ein Video zeigt den Kreißsaal des Kreiskrankenhauses Stadthagen. In Zusammenarbeit mit Astrid Teigeler-Tegtmeier und Martin Tegtmeier laufen die Kurse "Erste Hilfe am Kind". Die Kinderärzte Rintelns beteiligen sich an diesem Lehrgang. Erweiternd bieten die Kinderärzte Gesprächsabende über das Vorsorgeprogramm an. Informationen und Hilfeüber staatliche Unterstützung in der Zeit der Schwangerschaft und für die Elternzeit werden im Rahmen der Elternschule durch Anke Müller, Eltern-Kind Beraterin der AOK in Rinteln, vermittelt. Zur Entbindung können die Schwangeren zwar nicht mehr in das Kreiskrankenhaus Rinteln kommen, sondern werden von dort an das Kreiskrankenhaus Stadthagen vermittelt, aber vor und nach der Geburt können sie das große Angebot des EMMA-Zentrums nutzen. Dazu gehören auch der Hörtest und die Kontrolle der Neugeborenengelbsucht mit dem Bilirubinmeter durch die Hebammen und Kinderärzte. Zudem findet einmal wöchentlich ein Stilltreffen statt und auch individuelle Termine zur Stillberatung können vereinbart werden. Mit der Einrichtung des EMMA-Zentrums hat der Landkreis Schaumburg Neuland betreten. "Es ist das einzige Zentrum dieser Art in Deutschland. Daher bekommen wir auch schon viele Anfragen von außen", berichtet Birgit Radke. Überall anders würden die Geburtshilfestationen komplett geschlossen, aber Rinteln biete weiter eine Anlaufstelle. "Nur die drei Tage rund um die Entbindung können wir nicht mehr bieten, sonst sind wir immer da", so Birgit Radke. Zu erreichen ist das EMMA-Zentrum im Krankenhaus Rinteln täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr unter (05751) 931367.

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