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An drei Tagen verstopfen jeweils 1500 Mails den Briefkasten / Polizei ermittelt gegen Unbekannt / Motiv noch unklar

E-Mail-Bomben legen Computer eines Tanzlehrers lahm

Rinteln (wm). Ein bisher Unbekannter (oder eine Unbekannte) hat versucht, den Computer eines selbstständigen Rintelner Tanzlehrers lahmzulegen, meldete jetzt die Polizei. An drei Tagen, am 27. März sowie am 6. und 16. April hat der 35-Jährige so genannte "E-Mail-Bomben" mit je 1500 E-Mails erhalten.

veröffentlicht am 25.04.2007 um 00:00 Uhr

Konkrete Hinweise auf den oder die Täter gebe es zurzeit noch nicht, sagte gestern Uwe Steding, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Möglicherweise habe der Hacker die Daten von einem Internet-Café aus abgeschickt. Vorstellbar seien für diese Tat mehrere Motive, so Steding. Der oder die Täter könnten Konkurrenten des Tanzlehrers sein, der bundesweit tätig ist. Denkbar sei auch ein Racheakt, beispielsweise, dass ein gemahnter Schuldner mit einer erbrachten Leistung nicht zufrieden gewesen ist. Aber das seien Hypothesen ohne einen derzeit konkreten Hintergrund. Der Geschäftsmann habe Anzeige erstattet, weil er sich bedroht fühle und weil die E-Mails einen beleidigenden Inhalt gehabt hätten. Der Unbekannte habe zudem gedroht, er wolle die Festplatte des Geschädigten ausspähen. Außerdem sei möglicherweise ein geschäftlicher Schaden entstanden. All' das, so Steding, werde geprüft. E-Mail-Bomben führen selten zu Datenverlust oder Sicherheitslöchern. Eine herkömmliche E-Mail-Bombe besteht einfach aus einer Serie von Nachrichten, die an eine Mailbox gesandt werden. Der Verschicker will damit einfach eine Mailbox völlig mit Müll überladen. Wenn man sich ins Internet einwählt, führt dies zu erhöhten Verbindungsgebühren, da die meisten Provider nach Minuten abrechnen und es eine gewisse Zeit dauert, alle E-Mails der Bombe aufzurufen. Und: Eine solche E-Mail-Bombe blockiert das elektronische Postfach, das heißt, wichtige Nachrichten können nicht mehr empfangen werden. Als beste Methode gegen E-Mail-Bomben-Attacken empfehlen Fachleute Mail-Filter, die unerwünschte Absender ausfiltern und löschen. In ganz dramatischen Fällen bleibt allerdings den Opfern nur ein letzter Ausweg: Eine neue E-Mail-Adresse.



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