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CDU Schaumburg informiertüber Kindergarten-Beitragsfreiheit

"Eltern werden stark entlastet"

Landkreis (rd). Die Vorsitzende des Arbeitskreises "Kultus" der CDU-Landtagsfraktion, Ursula Körtner aus Bad Pyrmont, hat interessierte Zuhörer über das im August in Kraft tretende Gesetz zum beitragsfreien letzten Kindergartenjahr informiert. Dieses werde für die Eltern beitragsfrei und gleichzeitig als Brückenjahr zur Grundschule zu einem qualitativ verbesserten Angebot aufgewertet.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:06 Uhr

Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes begrüßte die rund 40 Zuhörer mit der Aussage, frühkindliche Bildung sei das Fundament für alle weiteren Bildungsstationen. Körtner erklärte, dass ab dem 1. August das letzte Kindergartenjahr für alle Kinder beitragsfrei ist. Das bedeute eine starke finanzielle Entlastung der Eltern. Zudem bekämen fünfjährige Kinder durch die gemeinsame Schulvorbereitung die gleichen Startchancen und die erforderlichen Sprachkenntnisse würden zum Schuleinsteig verbessert. Profitieren würden von dieser Regelung auch die nach dem 30. Juni geborenen "Kann-Kinder", deren Eltern die geleisteten Beiträge im letzten Kindergartenjahr zurückerstattet bekämen. Auch bei Zurückstellung eines Kindes aus der Grundschule zu einem erneuten Besuch des letzten Kindergartenjahres zahle das Land erneut die Beiträge. Körtner betonte, dass kein anderes Bundesland ein so großzügig finanziertes beitragsfreies Kindergartenjahr hat. Großen Wert lege die CDU-geführte Landesregierung auch auf eine verbesserte Zusammenarbeit von Grundschulen und Kindertagesstätten, um den Kindern im vorschulischen Kindergartenjahr, dem Brückenjahr, den folgenden Schuleinstieg zu erleichtern. Hierfür würden alle 4600 Kindertagesstätten und 1850 Grundschulen des Landes insbesondere durch gemeinsame Fortbildungen und Projekte weiter miteinander verzahnt. Daneben setze das Land auch auf eine verbesserte Qualifikation für Erzieher unter anderem durch den Ausbau von Weiterbildungsangeboten und Aufbaustudiengängen an mehreren Hochschulen. Schließlich sei das Institut "Frühkindliche Bildung" eingerichtet worden,mit dem Ziel, die Elternbildung zu verbessern und die Vernetzung von Elternhaus, Kindertagesstätte und Grundschule zu stärken. Eine Verpflichtung zum Besuch eines Kindergartens lehnte die Landtagsabgeordnete ab. Man müsse erste Ergebnisse des beitragsfreien Kindergartenjahres abwarten, sagte sie in der anschließenden Diskussion. Der Landtagsabgeordnete Joachim Runkel sagte, es sei mittelfristiges Ziel der Landesregierung, alle interessierten Schulen zu Ganztagsschulen zu machen, die Tagesbetreuungsangebote für Unter-Dreijährige weiter auszubauen und alle Kindergartenjahre beitragsfrei zu gestalten.

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