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Schulelternrat der Schule am Deister präsentiert Konzept für die Zukunft der Förderbereiche / Positives Echo

Eltern schlagen Förderzentrum in der Kreisstadt vor

Landkreis/Bad Nenndorf (bab). Der Kreis Schaumburg und die Landesschulbehörde stehen Vorschlägen von Eltern der Schule am Deister in Bad Nenndorf positiv gegenüber. Der Schulelternrat hat ein Konzept entwickelt und vorgestellt, das Regierungsschuldirektor Helmut Prietz nun in die Entwicklungspläne für Schaumburg einarbeiten will. Die Erste Kreisrätin Eva Burdorf zeigte sich offen für die Idee des Elternrates, ein Förderzentrum in Stadthagen aufzubauen, in das die Nenndorfer Förderbereiche integriert werden.

veröffentlicht am 14.10.2006 um 00:00 Uhr

Bereits am Haupteingang der Schule am Deister in Bad Nenndorf tr

Sabine Kroymann-Knapp, Mitglied des Schulelternrats der Schule am Deister und des Kreiselternrates, stellte das Konzept vor. Die Grundlage für die Initiative der Eltern ist zum einen deren Sorge um den Erhalt der Schule und damit um die Durchlässigkeit der Förderbereiche sowie der bauliche Zustand des Gebäudes. Als Lösung präsentierten sie die "Bündelung von Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen" in Stadthagen. Dies bringe mehr Möglichkeiten in infrastruktureller und kultureller Hinsicht und wirke sich positiv auf die Berufsvorbereitung der Schüler aus. Die Durchlässigkeit der Förderschwerpunkten "Lernen" und "Geistige Entwicklung" könne so erhalten bleiben. Georg Bittner, Leiter der Hans-Christian-Andersen-Schule in Stadthagen, gab zu bedenken, dass auch Integration in Regelschulen in Orten wie Stadthagen besser umsetzbar sei. Bittner nahm ebenso wie Vertreter der anderen Förderschulen an der Vorstellung des Konzepts teil. "Vieles kann ich nur unterstreichen, auch ich finde die Situation an der Schule nicht ideal", sagte Burdorf zum Zustand der Nenndorfer Schule. Der Elternrat beklagt das Fehlen eines Aufzugs für Schüler mit körperlichen Behinderungen, die Verteilung der Fachräume über mehrere Stockwerke, die unzureichenden Sanitäranlagen und der Therapie- und Fachräume. "Die Behindertengerechtigkeit liegt mir auch am Herzen", versicherte Burdorf, die die Auffassung teilt, dass die Schule besser ausgestattet sein müsste. "Ich habe nichts gegen einen Standortwechsel, wenn das machbar ist", bekannte Burdorf. "Wir haben aber dieses Gebäude und keine Alternative in Stadthagen." Zuerst müsse überlegt werden, wo und wie so ein Förderzentrum errichtet werden könne. Obligatorisch erwähnte die Erste Stadträtin außerdem die Geldnot des Landkreises. Trotzdem solle diese Möglichkeit geprüft werden, bevor über eine Renovierung des Gebäudes in Bad Nenndorf nachgedacht werde. "Es besteht Handlungbedarf", meint auch Prietz. Angesichts sinkender Schülerzahlen sieht er keine Zukunft für fünf Förderschulstandorte. Die Schulen müssten sich gemeinsam überlegen, "was ist denkbar, was ist machbar, was ist sinnvoll". Prietz schlug vor, das Konzept des Elternrates in die Entwicklungspläne einzuarbeiten, um so eine Diskussionsgrundlage zu haben. "Sie haben den richtigen Zeitpunkt erwischt", bestätigte Burdorf dem Elternrat. Das Thema vor der Konstituierung des neuen Kreistags aufzugreifen, sei vernünftig. "Wir werden versuchen, die politischen Gremien zu beteiligen und die Finanzierung zu prüfen", so Burdorf. Sie schlug vor, die nächsten Schritte nicht in einer Arbeitsgruppe zu erarbeiten, sondern den Kreiselternrat mit dem Thema zu betrauen. "Dann hätten wir auch die Regelschulen mit dabei", sagte sie im Hinblick auf den Ausbau integrativer Beschulung, der ebenfalls thematisiert wurde.

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