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Rekordverdächtig: Herbstlicher Bauernmarkt lockt Publikum in Massen / "Schaumburger Bärenjäger" für Wintertage

Elke Dralleüberlistet den Ziegenbock Benjamin

Bad Eilsen (sig). Das fiel auf: So früh waren noch nie so viele Besucher beim Bauernmarkt wie am vergangenen Sonntag. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung schoben sie sich in langen Reihen durch den Englischen Garten. Bis zum Mittag kamen bereits Tausende, der Andrang war rekordverdächtig. Jeder musste aufpassen, dass er sich unbeschadet seinen Weg durch den gegen Mittag noch deutlich anschwellenden Strom der Gäste bahnte.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

Kürbisse gehören zu jedem Herbstmarkt: In Bad Eilsen kann der Ku

"Das hat sich Elke Dralle verdient, die seit Tagen unermüdlich im Einsatz war, um dieser Veranstaltung zum Erfolg zu verhelfen", erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann, als er sich einen Sitzplatz unter der Kastanie vor der Kurverwaltung ergattert hatte. Wie umfassend das Engagement der Touristikmanagerin war, konnte man kurz vorher erleben. Da war nämlich der mit kräftigen Hörnern versehene Ziegenbock Benjamin aus seinem Gehege gesprungen. Er suchte die Freiheit und wollte einen Karton mit vollen Popkorn-Tüten genießen, der in Reichweite stand. Das wehrhafte Tier von diesem leckeren Zweitfrühstück wegzubekommen, schien aussichtslos. Elke Dralle rettete den Popkorn-Vorrat und lockte den Bock mit dem angebrochenen Rest zurück in die Enge des "Verlieses", das anschließend besser gesichert wurde. Der an einem Laufweg aufgestellte Streichelzoo war auch ohne diese ungeplante Einlage eine Attraktion, vornehmlich natürlich für die Kinder. Neben der Ziegenfamilie gab es prachtvolle Hühner und Enten, Kaninchen und Meerschweinchen zu bestaunen. Friedlich sonnten sich Graugänse, während sich zwei niedliche, schwarz gefleckte Ferkel daran machten, den Rasenteppich umzupflügen. In dem dabei nach und nach entstehenden Morast fühlten sie sich einfach wohler. Was Feld und Flur im Herbst zu bieten haben, das wurde auf diesem Markt verkauft. Wer wollte, der konnte dort auch bereits seine Einkellerungskartoffeln ordern. Ein Schild versprach, sie seien durch Naturdünger besonders schmackhaft, was man darunter auch immer verstehen mag. Dass sich das Blumenbukett der Natur zurzeit erfreulicherweise nicht nur auf Astern, Heidekraut und Sonnenblumen beschränkt, war ebenfalls nicht zu übersehen. Wie bunt der Herbst ist, das zeigte sich unter anderem an einem Stand, auf dem eine Floristin aus Vogelbeeren, Hagebutten, Mehlbeeren, Zieräpfeln, Quitten, Rainfarn, Hortensien und Efeu prächtige Tür- und Tischkränze zauberte. Angesichts des strahlendblauen Himmels wollte niemand an frostige und nasskalte Tage denken. Man konnte sich aber bereits dagegen wappnen - zum Beispiel mit frisch gepressten Säften, Likören, Bränden und Wein aus Obst. Ein Imker bot sogar Honigbier und "Schaumburger Bärenjäger" an. Der hatte es in sich. Mit reinem Alkohol und goldgelbem Honig wird er nach einem alten ostpreußischen Rezept hergestellt. Seine 45 "Umdrehungen" sollen einen guten Schlaf und warme Füße garantieren. Erste Weihnachtseinkäufe konnten auch bereits bewerkstelligt werden. Es gab Textilien, keramische Erzeugnisse, Lederwaren, Puppen und Kuscheltiere, Schmuck, Mineralien, ausgewählte Bücher und Spiele für Kinder. Sogar ein ungewöhnliches Musikinstrument entdeckten wir - eine Kalimba aus Afrika. Als Klangkörper dient ein getrockneter und ausgehöhlter halber Kürbis, auf dem Saiten gespannt sind, die man anschlägt, aber nicht zupft. Nahrhaftes und Wohlschmeckendes gab es in Hülle und Fülle. Besondere Anziehungskraft übten die frischen Bauern- und Rosinenbrote, das Tortenbüfett des Gemischten Chors und der Kartoffelpuffer- und Pickertstand aus. Aber Erbsensuppe mit Wurst, Elsässer Flammkuchen und Fischbrötchen zogen auch viele Genießer an, ebenso wie das Angebot an vor Ort geräucherten Forellen und Aalen. Kinder-Animateur "Didi" Ostermeier sorgte für eine neue Attraktion. Die Jüngsten konnten auf einer mit Stahlrollen versehenen Transportbahn bergab fahren. Dagmar und Fabian Söhlke verkauften Lose, für die es 50 verschiedene Preise gab und deren Erlös für soziale Zwecke verwendet wird. Die Ahnser Spielleute rundeten den erlebnisreichenTag mit flotten Klängen auf der Bouleanlage ab.

Ob Quarz, Bergkristall, Fluorit oder Achat: Mineralien (Bild l.)
  • Ob Quarz, Bergkristall, Fluorit oder Achat: Mineralien (Bild l.) ziehen immer wieder die Blicke auf sich. Drachen aus Stroh oder Heu (Bild r.) taugen leider nur als Dekoration. Zum Fliegen sind sie zu schwer.
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