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Elisabeth Wehmeier ist tot

Pollhagen (gus, r). Einen Tag vor ihrem 96. Geburtstag ist die Pollhägerin Elisabeth Wehmeier gestorben. Die Sozialdemokratin, die bis zuletzt am gesellschaftlichen Leben im Landkreis teilnahm, gilt als entscheidende Wegbereiterin der Frauenpolitik in Schaumburg.

veröffentlicht am 08.02.2011 um 00:00 Uhr

Wehmeier wurde am 1. Februar 1915 in Köln geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie für eine deutsch-belgische Zeitung in Brüssel, bei der Kölnischen Rundschau und beim Verkehrs- und Werbeamt, bevor sie nach Münster zog. Der Krieg veranlasste die mittlerweile verheiratete Elisabeth Wehmeier, nach Pollhagen zu ziehen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann betrieb sie in Pollhagen und später auch in Stadthagen ein Lebensmittelgeschäft.

1960 trat Elisabeth Wehmeier in die SPD ein. Die Pollhägerin leistete bei Eltern Überzeugungsarbeit, ihren Töchtern eine gute Ausbildung zu gewährleisten und machte sich auch unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) des Bezirks Hannover und in der Schaumburger Gruppe für Frauen stark. Elisabeth Wehmeier war die erste Frau im Stadthäger Rat, in dem sie 13 Jahre lang mitarbeitete.

Als überaus engagiert für die Gleichstellung der Frau beschreibt SPD-Kreisvorsitzender Karsten Becker die Verstorbene. Die jetzige Generation ernte die Früchte der Arbeit Elisabeth Wehmeiers. Becker bescheinigt ihr außerdem „Durchsetzungsfähigkeit, die auf messerscharfem Verstand und herausragendem sprachlichem Vermögen“ basierte.

So habe Elisabeth Wehmeier ein großes Maß an Respekt im politischen Raum erworben. Als Beleg dafür steht stellvertretend ein Zitat von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der die Sozialdemokratin einst als „Speerspitze der Frauenemanzipation“ bezeichnet hatte.



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