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Elfter Fall der Schweinegrippe im Landkreis

Kreis Holzminden (fhm). Frühestens Mitte oder Ende Oktober wird der Impfstoff gegen die Schweinegrippe im Landkreis Holzminden vorhanden sein. Das erklärt Dr. Klaus Weber, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Holzminden.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Kreis Holzminden (fhm). Frühestens Mitte oder Ende Oktober wird der Impfstoff gegen die Schweinegrippe im Landkreis Holzminden vorhanden sein. Das erklärt Dr. Klaus Weber, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Holzminden.
 Wenn der Impfstoff da ist, wird er zusammen mit dem notwendigen Impfbesteck durch vier Apotheken im Landkreis an niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte verteilt. „Die Apotheken liefern dann auf Bestellung“, so Amtsarzt Dr. Weber.
 Geimpft werden zuerst Menschen mit chronischen Krankheiten, Schwangere, Mitarbeiter von Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen, Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, Apotheken, im Rettungsdienst und bei Polizei und Feuerwehr. Weil nach Vorgabe der Bundesregierung Mitarbeiter von Krankenhäusern, ambulanten und stationären Diensten sowie Feuerwehren vorrangig geimpft werden sollen, hat das Gesundheitsamt am Montag diese Institutionen darüber informiert, dass der Betriebsarzt die Maßnahme durchführen soll.
 Als Amtsarzt, so Dr. Weber weise er darauf hin, dass „das Impfangebot ernst zu nehmen ist“. Durch die Schutzimpfung soll die für die kommenden Monate erwartete Infektions- und Krankheitswelle beeinflusst werden. Dr. Weber erklärt, dass zwei Impfungen im Abstand von frühestens drei Wochen vorgesehen sind. Die Kosten werden durch Bundes- und Landesregierung getragen.
 Aktuell gebe es den elften Fall von Schweinegrippe im Landkreis Holzminden. Dieser wurde am 1. Oktober bestätigt. Seit Ende Mai wurden neben diesen Krankheitsfällen 95 Verdachtsfälle untersucht, die sich als unbestätigt erwiesen. Die Krankheitsfälle, so Dr. Weber zeigten klinisch milde Verläufe.
 Wie gefährlich das H1N1-Virus ist, darüber gehen die Meinungen der Holzmindener Bevölkerung auseinander. Die erstmals in Mexiko aufgetretene Schweinegrippe – wie H1N1 genannt wird –, die Teile des Erbguts von menschlichen, aber auch von Influenzaviren aus Schweinen und Vögeln enthält, wurde am 1. Juni von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. Steigende Fallzahlen, zahlreiche Ansteckungen und inzwischen sogar der erste Todesfall in Deutschland sorgen für Beunruhigung und Unsicherheit.
 Insbesondere die für Oktober geplante Grippeschutzimpfung gegen das H1N1-Virus sorgt für hitzige Diskussionen und ruft unterschiedliche Meinungen hervor. In einer Umfrage erkundete die Dewezet die Meinung der Holzmindener.
 „Ich lasse mich in jedem Fall gegen die Schweinegrippe impfen, aus zweierlei Gründen: Zum einen bin ich Lokführer, zum anderen Feuerwehrmann“, bezieht Peter Wieneber Stellung. Anders als ihr Mann ist sich Marina Wieneber über eine Impfung noch nicht im Klaren.
 Angela Ritter hingegen sagt: „In meinem früheren Beruf als Kindergärtnerin hätte ich mich in jedem Fall impfen lassen, doch heute sehe ich keinen Anlass zur Impfung.“
 Hermann Rump sieht sich derzeit nicht in der Lage, eine begründete Stellungnahme abzugeben. „Ich warte die Entwicklung des Impfverlaufs erst einmal ab, bevor ich mich eventuell impfen lasse.“
 Rita Otterstätter zweifelt an der Wirksamkeit des Impfstoffes. Sie lässt sich nicht impfen.

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