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Resozialisierungsprojekt der Sepp-Herberger-Stiftung in der JA Hameln

Elf neue Junior-Coaches

HAMELN. „Anstoß für ein neues Leben“ heißt ein bundesweites Resozialisierungsprojekt der Sepp-Herberger-Stiftung im Deutschen Fußball Bund.

veröffentlicht am 18.06.2019 um 12:35 Uhr

Über den gemeinsamen Sport sollen die sozialen Kompetenzen gefördert und Perspektiven für eine sinnvolle Freizeitgestaltung nach der Entlassung aus dem Strafvollzug geschaffen werden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Bundesagentur für Arbeit wird die berufliche Integration gefördert. In besonderen Veranstaltungen wie Blindenfußball oder Rollstuhlbasketball wird der Blick auf die Probleme anderer und die Bereitschaft, zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, entwickelt. Gemeinsam mit dem Projektpartner Weißer Ring werden Projekte erarbeitet, in denen sich die Teilnehmer mit der Situation von Kriminalitätsopfern auseinandersetzen. Zum Standardprogramm gehört die Ausbildung zum Schiedsrichter mit dem Kreisfußballverband und zum Junior-Coach in Zusammenarbeit mit dem NFV. Im Sinn einer Wiedergutmachung gegenüber der Gesellschaft werden die Teilnehmer für gemeinnützige Arbeit im Verein qualifiziert.

Die Inhaftierten sollen zu einem straffreien Leben in sozialer Verantwortung befähigt werden, fordert das niedersächsische Justizvollzugsgesetz. Was das bedeuten kann, zeigt die Vorbereitung für gemeinnützige Arbeit eindrucksvoll: Nach 40 Lehrgangsstunden und erfolgreicher Prüfung haben jetzt elf Inhaftierte der JA Hameln stolz ihre Junior-Coach-Zertifikate von Michael Wehmann und Lehrgangsleiter Jens Kamm vom niedersächsischen Fußballverband entgegengenommen.

„Der Lehrgang hat Spaß gemacht“, sagt Stephan. „Ich bin leidenschaftlicher Fußballer und sehe den Trainerjob jetzt mit anderen Augen. Wenn es mein Beruf als Koch später erlaubt, will ich mich im Jugendfußball engagieren“, so das positive Fazit des Lehrgangsteilnehmers.



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