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Löhner Bahn

Elektrobetrieb von Bahnen ist nicht umweltfreundlich

Zu: „Vor der Elektrifizierung sind Bürger und Bundestag gefragt“, vom 5. Februar
Am 27. Juni 2019 fand ein Treffen im Wirtschaftsministerium statt, wo besagter Redakteur nicht zugegen war. Dort wurde aber aus erster Hand, nämlich von zwei verantwortlichen Abteilungsleitern, folgendes Vertretern aus Politik und Wirtschaft mitgeteilt:

veröffentlicht am 28.02.2020 um 20:24 Uhr

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Das Thema Elektrifizierung Löhner Bahn sei in Berlin und bei den Planern in Hannover auf unabsehbare Zeit abgeschrieben, da sowohl im Süden (Kasseler Kurve) als auch nördlich von Hannover aktuell Ausbaumaßnamen angeschoben werden, die zur Entlastung des Güterschienenverkehrs in der Landeshauptstadt führen sollen. Dieser Entlastung der Landeshauptstadt selbst aber galt und gilt bei den beiden Planern das Hauptaugenmerk, war und ist der eigentliche Grund, sich ab Anfang 2010 für unsere Strecke zu interessieren. Nicht der Personenverkehr!

Der Wegfall des zweiten Gleises und der Umstand, dass die Elektrifizierung im Wegeplan jetzt nur bis Hameln reicht, macht die Strecke mangels Profitabilität für die Planer nur noch wenig attraktiv. Was Herr Fisser verschweigt in seinem Beitrag, ist also längst im Gang: Die Entlastung Hannovers durch die nördliche und südliche Peripherie. Nicht zu reden von den Erweiterungsmaßnahmen im Bahnhof selbst. Unsere Strecke wird daher von einer möglichen und rechtlich unkontrollierbaren (Stichwort: Antidiskriminierung von Güterverkehren) Heimsuchung durch Güterzüge hoffentlich verschont – für immer.

Zum Thema Wasserstoff als Alternative zur Elektrifizierung: Der Betrieb mit Fahrdraht ist, wie im Artikel behauptet, nicht umweltfreundlich, da Deutschland eine traurige Quote von knapp 50 Prozent fossiler Energieträger hält. Dass diese kompensiert werden, durch unstete alternative Energien, ist nicht möglich in einem hochindustrialisierten Land. Vor diesem Hintergrund ist die im Artikel unterstellte Sauberkeit eine rechnerische Fiktion, da niemand weiß, woraus sich der angebliche Grünstrom tatsächlich gerade speist. Wasserstoff ist die einzige Möglichkeit, sofern dafür die Windkraft oder PV-Anlagen verwendet werden, einen Brennstoff CO2-neutral zu produzieren und damit Elektromotoren anzutreiben. Es gibt massenhaft dieser Energie im Inland und an der Küste, deren Quelle Wind und Sonne unendlich ist. Wasserstoff selbst ist aufgrund seiner enormen Dichte effizient transportierbar. Bereits funktionierende Strecken mit Wasserstoffzügen – ausgerechnet im Cuxhavener Wahlkreis des im Artikel zitierten Staatssekretär Ferlemann – sind der Beleg dafür, dass dies auch hier funktionieren könnte und der Fahrdraht der Löhner Bahn somit eigentlich nicht mehr notwendigist.



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