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Arbeiter-Samariterbund freut sichüber ehrenamtliche Unterstützung

Elbeflut: Urkunden für die Helfer

Rodenberg (nah). Mitten in seinem mit Erfolg betriebenen Projekt "Wohnpark am Mühlengraben" in Rodenberg hat der Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg des Arbeiter-Samariterbunds (ASB) seine Jahresversammlung abgehalten. "Wir könnten noch mal bauen", kommentierte Geschäftsführer Jens Meier die anhaltende Nachfrage.

veröffentlicht am 30.04.2007 um 00:00 Uhr

Vorsitzender Cord Koller reichte die Dankurkunden gern weiter: E

Im ehemaligen Kreiskrankenhaus und einem erst vor zwei Jahren eingeweihten Neubau existieren nebeneinander ein Alten- und Pflegeheim sowie ein "Betreutes Wohnen". Nach dem gleichen Muster investiert die Hilfsorganisation jetzt in Egestorf. In Rodenberg könnten sich weitere Absichten gar nicht mehr umsetzen lassen: Die Grundstücksgrenzen lassen eine Ausdehnung nicht mehr zu - "leider", wie Meier hinzufügte. Er kündigte zugleich für den Schaumburger Raum neue ASB-Projekte an. So suche eine Kommune aktuell die Zusammenarbeit bei Mehrgenerationenhäusern. Im Calenberger Land laufe eine erste Bewerbung für den Betrieb einer Kinderkrippe; eine zweite werde in Kürze auf den Weg gebracht. "Das ist viel mehr als Windeln wechseln", beschrieb Meier, "aber wir besitzen Kompetenz bei den Senioren, dann können wir das auch bei den Kleinsten beweisen". Interessant dürfte die Umsetzung eines weiteren Vorhabens sein: Der ASB möchte den ehemaligen Barsinghäuser Bahnhof nutzen. Die dafür bereits eingereichten Konzepte stoßen offenbar auf breite Zustimmung. Stolz verwies der Geschäftsführer auf die wachsenden Sparten. So hätten beim 2005 eingeführten Hausnotruf die Anschlüsse verdoppelt werden können. Von den jetzt mehr als 500 Teilnehmern gehe eine große Zufriedenheit aus. Stark gefragt werde der neu eingerichtete Patiententransfer, der ebenfalls hohe Zuwachsraten verzeichne. Auch die 20 Ausbilder hätten großes Interesse registriert: Mehr als 1500 Personen wurden in Erste Hilfe als Führerscheinneulinge oder als Betriebshelfer ausgebildet. Unverändert hoch sei die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit. Dass dafür inzwischen mehr als 100 Helfer zur Verfügung stünden, liege an Bückeburg: Seitdem sich dort in einer ehemaligen Tankstelle vor einigen Monaten ein Stützpunkt gebildet habe, sei dieser auf 25 Personen gewachsen. Insbesondere für Schaumburg kündigte Meier eine engere Zusammenarbeit zwischen ASB und Sozialverband an: "Diese strategische Partnerschaft bietet viele Möglichkeiten." Zum Auftakt des Abends hatte bereits Kreisvorsitzender Cord Koller "die erfreulichen Zuwachsraten auf fast allen Gebieten" erwähnt und dabei auch die Mitgliederentwicklung gemeint: Sie sei von 10 200 auf aktuell 11 200 in den vergangenen 15 Monaten gestiegen. Besonders die Fußballweltmeisterschaft habe die Organistion bekannt gemacht und ihre Leistungsfähigkeit bei Großveranstaltungen unter Beweis gestellt. Das sei dem ASB durch FIFA-Funktionäre wiederholt bestätigt worden. Weitere Achtung erwarben sich 30 freiwillige Helfer bei ihrem Einsatz bei der letztjährigen Elbeflut. Dankurkunden der niedersächsischen Landesregierung wurden von Koller weitergereicht. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft blicken Dirk Osterwalder, Ingrid Hitz und Rolf Schmittat zurück. Aus dem Vorstand wurden Mario Hennig und Frank Trende verabschiedet. Neu rückte der Wennigser Rechtsanwalt Friedbert Mordfeld nach.



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