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Rintelner Kanu-Club feiert 60-jähriges Bestehen / Goldene Verdienstnadel für Peter Specht

Eisfahrt: Probleme mit Versicherungsschutz

Rinteln (jaj). Wenn der Vorsitzende eines Vereins zum Schriftsteller wird, steht meist ein größeres Ereignis vor der Tür. So auch beim Rintelner Kanu-Club (RKC), der am Wochenende sein 60. Jubiläum gefeiert hat. Peter Specht hatte zu diesem Anlass den anwesenden Gründungsmitgliedern ein selbst angefertigtes Buch überreicht, in dem er die Geschichte des Vereins festgehalten hat.

veröffentlicht am 11.11.2008 um 00:00 Uhr

Rolf Wilkens

Gleichzeitig der geeignete Anlass, die anwesenden Gründungsmitglieder Helga Pollmann, Gerda Steinke, Wilhelm Knübel, Rolf Wilkens und Hans-Hermann Blume zu ehren. Specht betonte in seiner Laudatio: "Wären sie vor 60 Jahren nicht aus dem Wassersportverein (WSV) ausgetreten und hätten ihren eigenen Verein gegründet, könnten wir heute nicht feiern." Geschenke gab es selbstverständlich bei der Jubiläumsfeier im Bootshaus auch, denn "eine Tante, die Klavier spielt, ist nicht so gern gesehen wie ein Onkel, der Geld mitbringt", scherzte treffend Dirk Ackmann als Vertreter der Sparkasse. Die Zuwendungen waren dabei sehr unterschiedlich: Ackmann hatte schon im Vorfeld eine Überweisung getätigt, viele Gäste brachten Umschläge mit und von den Freunden des Oldenburger Yacht-Clubs gab es zwei Bossel-Kugeln, um an das nächste Treffen der Gruppen zu erinnern. Astrid Teigeler-Tegtmeierüberbrachte die Glückwünsche der Stadt und würdigte die Arbeit und die Erfolge des Vereins: "Ein Jubiläum ist eine Etappe, aber nicht das zu erreichende Ziel". Kein Vereinsjubiläum ohne Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder: Jörg Sasse und Jochen Weichert wurden für ihre 25-jährige Zugehörigkeit, Henning Specht für die 40-jährige und Paul-Gerhard Kirchhoff für die 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zur Ehrung des ersten Vorsitzenden Peter Specht war Karl-Heinz Thum, zweiter Vorsitzender des Kreissportbundes angereist. Specht erhielt die goldene Verdienstnadel, "die höchste Auszeichnung, die es im Bereich des Sports für ehrenamtliche Funktionäre gibt", wie Thum betonte. Specht habe diese Ehrung in hohem Maße verdient, da er seit über 30 Jahren ehrenamtlich für den Sport tätig sei. Nach dem Jubiläum steht im Vereinskalender der Kanuten ein weiterer Höhepunkt, die Eisfahrt am 13. Dezember. Doch genau diese Eisfahrt bereitet dem Verein zurzeit große Sorgen, wie Specht der Versammlung erläuterte. Die Veranstaltung sei im Moment deshalb "in der Schwebe", da es Probleme mit dem Versicherungsschutz gebe. Die Britische Rheinarmee, Hauptnutzer des Pionierübungsplatzes in Hameln, habe hohe Forderung an den RKC gestellt, wenn dieser das Gelände für die Eisfahrt nutzen wolle. Normalerweise seien solche Sportveranstaltungen mit 1,5 Millionen Euro versichert, schilderte Specht, gefordert werde in diesem Jahr jedoch viel mehr: "Wir konnten sie immerhin schon auf 6,3 Millionen runterhandeln." Jetzt suche der Verein noch nach einer Versicherungsagentur, die die Veranstaltung zu bezahlbaren Konditionen in dem gewünschten Umfang versichere. Specht: "Wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen, sonst müsste die Eisfahrt zum ersten Mal seit 37 Jahren ausfallen."

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