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Planung demnächst im Bauausschuss / Kreisel am Galgenfeld / Fortschritt bei Grundstücksproblemen

Eisenbahntrasse wird neue Entlastungsstraße

Rinteln (wm). Am Anfang war es nicht mehr als eine einfache Linie, mit dem Kugelschreiber in eine Straßenkarte der Rintelner Nordstadt eingezeichnet: Sebastian Westphal hatte für die CDU-Fraktion im Ortsrat Rinteln im April 2006 vorgeschlagen, wenn man schon über die Erschließung des künftigen Einkaufszentrums an der Bahnhofstraße nachdenke, solle man gleich Nägel mit Köpfen machen und den Verkehr im ganzen Industriegebiet neu ordnen. Und dafür würde sich eine neue Straße auf der Eisenbahntrasse anbieten.

veröffentlicht am 12.02.2008 um 00:00 Uhr

Die geplante Ost-West-Verbindung zwischen der Bahnhofstraße und

Im Dezember 2006 hat dann - wenn auch unter anderen Vorzeichen - die Rinteln- Stadthagener-Verkehrs-GmbH (RStV) die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Idee schneller Realität werden kann als gedacht. Die RStV hat nämlich angekündigt, der Güterverkehr werde auf dieser Eisenbahntrasse eingestellt. Damit wurde die Trasse hinter dem Emerten für eine andere Nutzung frei. Das Projekt kam in Bewegung, als sich das Bauamt der Sache annahm und den Investor des geplanten Einkaufszentrums an der Bahnhofstraße aufforderte, neu zu planen und eine Ost-West-Trasse zu berücksichtigen. Was der Planungsgesellschaft in Porta Westfalica eine Menge Arbeit bescherte, denn Grundstücke wie Gebäude mussten wie in einem Puzzle auf dem Gelände neu sortiert werden, um Platz für die gewünschte Straße zu schaffen. Vier Mal, schilderte Bauamtschef Reinhold Koch, habe man die Pläne immer wieder verändert, "bis alles gepasst hat". Jetzt liegen detaillierte Planungsentwürfe für die neue "Entlastungsstraße" vor, die demnächst im Bauausschuss beraten werden sollen. Die neue Straße orientiert sich an der Eisenbahntrasse und schwenkt dann ein in das Galgenfeld. An der Konrad-Adenauerstraße soll ein Kreisel entstehen. Die Idee für einen Kreisel dort ist älter als der CDU-Vorstoß für die neue Straße. Schon als klar war, dass Marktkauf von der Breiten Straße an die Konrad-Adenauer-Straße umziehen würde, wurde geprüft, ob man beim Betonwerk Scheidt nicht einen Kreisel anlegen könnte. Damals scheiterte das Projekt letztlich an Grundstücksproblemen. Inzwischen, so Koch, sei ein Kreisel hier noch dringlicher geworden, nachdem die Jet-Tankstelle dazugekommen ist, demnächst ein Tierfutterdiscounter eröffnet. Auch bei den Grundstücksproblemen sei man ein Stück weitergekommen. Scheidt sei voraussichtlich bereit, die für den Kreisel benötigen Quadratmeter abzugeben - dafür muss eine Gasregelstation verlegt werden. Letztlich, so Koch, würde auch das Unternehmen von einer neuen Verkehrsführung profitieren, für Lastzüge würde die Anfahrt einfacher. Noch keine Antwort habe man von den Eigentümern der Moschee - hoffe aber auch hier auf eine Einigung. In fünf Jahren, schätzt Koch, könnten die Bagger anrollen, wenn sich keine weiteren Probleme stellen. Auf alle Fälle werde die Stadt einen Zuschussantrag stellen, um in die mittelfristige Finanzplanung für GVFG-Gelder (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) zu kommen.



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