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Zum fünfjährigen Bestehen der "guten Stube": Kaufleute übernehmen Patenschaften für Pflanzbeete

Einzelhandel lässt Fußgängerzone aufblühen

Rinteln (crs). Heute vor exakt fünf Jahren ist die Rintelner Fußgängerzone eröffnet worden. Diesen Geburtstag nehmen Rintelns Einzelhändler zum Anlass für eine besondere Aktion: Ab sofort tragen 13 Innenstadtgeschäfte als "Paten" Sorge für das regelmäßige Gießen der Pflanzbeete in Kloster- und Weserstraße. Eine Aktionauch mit symbolischem Hintergrund: Der Einzelhandel lässt die Fußgängerzone aufblühen.

veröffentlicht am 12.09.2008 um 00:00 Uhr

Sie kümmern sich um die Pflanzbeete der Fußgängerzone: Gerti Pop

Die Anregung kommt aus den Reihen der Fußgängerzonen-Kaufleute selbst. Friseurmeister Achim Wruck war es, der eine solche Patenschaft seit Eröffnung der Fußgängerzone vor fünf Jahren immer wieder angeregt hatte - und für das Pflanzbeet vor seinem Friseurgeschäft in der Weserstraße ganz selbstverständlich auch ohne feste Abmachung übernommen hat. "Das sieht man auch, das ist das schönste und blühendste Pflanzbeet in der gesamten Stadt", freut sich Stadtmanagerin Annette Achilles über die Blütenpracht. Anlässlich des kleinen Jubiläums der Fußgängerzone hat sie Wrucks Vorschlag aufgegriffen und die Aktion den übrigen Geschäftsleuten der Innenstadt vorgestellt. Mit Erfolg: Im Handumdrehen hatte sie die gewerblichen Paten für die 13 Pflanzbeete in Kloster- und Weserstraße zusammen. Und die gießen künftig regelmäßig die Pflanzbeete vor ihren Geschäften. Eine Idee, die sich finanziell im Stadtsäckel durchaus bemerkbar macht: Rund 25 000 Euro, soüberschlagen Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Ulrich Hartmann vom städtischen Grünflächenamt, spare die Stadt durch den Einsatz der Einzelhändler - überwiegend durch eingesparte Arbeitsstunden. "Das Geld kann Rinteln sicher an anderer Stelle besser einsetzen", meint Annette Achilles. "Und das kommt dann ja letztlich auch wieder den Einzelhändlern zugute." Pflege und Neubepflanzung der Beete bleiben weiter in städtischer Hand. Im Gegenzug für den gießerischen Einsatz sponsert die Stadt kleine Plaketten, die an den Pflanzbeeten angebracht werden und auf den jeweiligen "Wasserspender" verweisen. Sonderseiten: Am fünften Jahrestag blickt unsere Zeitung auf die Entstehung der Fußgängerzone zurück und zieht Bilanz. Seite 12/13

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