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Prognose: Bis 2014 mehr als 17 500

Einwohnerzahl der Samtgemeinde wächst und wächst

Samtgemeinde Nenndorf (rwe). Die Samtgemeinde Nenndorf wächst und wächst. Diese Prognose des Statischtischen Landesamtes geht aus dem Einzelhandesgutachten der BulwienGesa AG hervor, die dem städtischen Bauausschuss vorgestellt wurde. Bereits in den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Einwohner stetig von 16 149 im Jahr 1997 bis auf derzeit 16 928, das macht ein Plus von fast fünf Prozent.

veröffentlicht am 15.02.2007 um 00:00 Uhr

Das soll sich fortsetzen. Für 2014 sagen die Statistiker 17 513 Einwohner voraus. Damitüberflügelt die Samtgemeinde in ihrer Zugkraft sogar die Region Hannover, während die benachbarten Mittelzentren wie Barsinghausen und Stadthagen weiter Einwohner verlieren dürften. In Barsinghausen geht das Landesamt von einem Rückgang von 34 253 (im Jahr 2004) auf 33 465 Bewohnern aus, in Stadthagen von 23 157 auf 21 813. Der Landkreis Schaumburg insgesamt soll demnach auch zulegen von 166 111 auf 167 265. Auf die positive Entwicklung bezog sich auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese in seiner Haushaltsrede vor dem Nenndorfer Samtgemeinderat. Das Wachstum werde durch das gute Kindergarten- und Schulangebot begünstigt. Er verwies auch auf die Wanderungsstatistik mit 1041 Anmeldungen und 788 Abmeldungen im verganenen Jahr. Reese: "Menschen ziehen in dieSamtgemeinde und bleiben gerne hier." 2006 gab es sogar einen kleinen Babyboom. Das Einwohnermeldeamt verzeichnete 161 Geburten, das sind 44 mehr als im Vorjahr. Was die Bevölkerungsstruktur angeht, hat Nenndorf auf den ersten Blick eher städtischen als ländlichen Charakter. So gibt es laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit 42 Prozent im Vergleich zu Schaumburg oder den Nachbarkommunen überdurchschnittlich viele Singlehaushalte, aber auch viele alleinstehende Paare (35,4 Prozent). Nachbarkommunen wie Barsinghausen (38,4 Prozent Singlehaushalte, 33 Prozent kinderlose Paare) oder Stadthagen (38,4; 32,5) bleiben hier deutlich zurück. Der Grund dafür ist allerdings im hohen Anteil der älteren Bewohner zu finden. Die Menschen über 60 Jahre machen in der Kurstadt schon jetzt fast die Hälfte der Einwohner aus, mit knapp 23 Prozent leben nicht einmal in einem Viertel aller Haushalte Kinder. Eine derartige Struktur spreche eigentlich für einen verstärkten Einkauf in der Innenstadt, betonte Projektleiter Andreas Gustafson. Dass dies in der Realität eher anders aussieht und es nach wie vor Leerstand in der Kernstadt gibt, blieb dem Experten aus Hamburg offenbar verborgen. Vielleicht lag es daran, dass Gustafson selber nur die Ergebnisse anhand der Zahlen vorstellte, Kollegen von ihm hatten die Studie erstellt.



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