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Rund hundert Bürger nutzen Schnupperangebote des Rintelner Kanuclubs / Trommeln und Kabarett

Ein-Tages-Paddler aus dem Unterholz retten

Rinteln (wm). Fast hundert neue Freunde hat der Kanusport in Rinteln bei seiner Erlebniswoche gewonnen, bilanzierte Kanuclub-Vorsitzender Peter Specht. Eine bundesweite Aktion des Deutschen Kanu-Verbandes, der in Rinteln von Stadtjugendpfleger Peter Luden und seinem "Kulisse-Team" unterstützt worden ist.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

Trommeln für den Kanuclub: Die Rintelner Gruppe "EPba" in Bestfo

Zusätzlich hatte Friedrich Meier, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes und Rintelner Ansprechpartner im Rahmen der Aktion 50 Plus für fitte Senioren, weitere 36 Teilnehmer zum RKC-Bootshaus an den Weseranger gelockt. Allen Schnupperkanuten von 6 bis 60 bot das RKC-Team nicht nur einen Einblick in den Kanu-Sport, sondern auch handfeste Ausbildung in Theorie und Praxis. Höhepunkt für alle war dann die Paddeltour von Großenwieden nach Rinteln - rund eineinhalb Stunden auf der Weser. Bei Neulingen war hier Muskelkater in Schultern und Armen garantiert. Weitere ernüchternde Erkenntnis einiger Teilnehmer: Auch Kanufahren will gelernt sein. Peter Specht kann ein Lied davon singen, wenn seine Kanuten auf Wanderfahrt an der Oerze oder woanders "Ein-Tages-Paddler" retten mussten, die vor Baumstämmen oder im Unterholz am Ufer festgehangen hatten. Scherzte Specht: "Wir fangen die Tour mit einem Heidegeist an und prost - das sind die Leute, die dann als mobile Hindernisse auf dem Wasser unterwegs sind." Auch allen, die pauschal für einen Sommerurlaub Schweden plus Kanu buchen, kann Specht nur raten, vorher einen Schnupperkurs beim RKC zu besuchen. Wind und Wellen mitten auf einem großen See seien als Risiko nicht zu unterschätzen. Im Rahmen der Erlebniswoche sind auf dem RKC-Gelände auch 12 neue Boote getauft worden. Specht: "Der Trend geht zum Zweit- und Drittboot." Das sei verständlich, denn wer auf kleinen Flüssen oder auf Wildwasser unterwegs ist, braucht einen anderen schwimmenden Untersatz als auf der Weser oder an der Küste, wo man mit einem Seekajak am besten fährt. Auch hier gilt, betonte Specht, sich nicht ohne fachliche Unterweisung ins Abenteuer zu stürzen - gerade Seekajakfahren erfordere Top-Kondition und das Beherrschen der Kenterrolle. Wer Spaß am Kanusport gefunden hat, dem empfiehlt Specht einem Club beizutreten - was handfeste Vorteile mit sich bringt, wenn man mit dem Kanu unterwegs ist. Und was gleichzeitig auch das Umweltbewusstsein ausbildet. Kanufahrer, betonte Specht, "nehmen ihren Müll mit und lassen ihn nicht am Ufer liegen. Wir haben uns schon um den Naturschutz auf und an den Gewässern gekümmert, da wussten viele noch nicht mal, wie man grün schreibt." Auch das Rahmenprogramm lockte viel Publikum zum Kanuclub. Viel Beifall gab es für die Trommelgruppe "EPba" (zu übersetzen mit "Auf geht's"). Kabarettist Ulrich Reineking mit Gitarrist Volker Buck hatte ohnehin eine treue Fangemeinde im Schlepptau, die sich bis in die Nacht am Lagerfeuer niederließ. Wer die Erlebniswoche verpasst hat, hat am 13. Juni Gelegenheit in ein Boot zu steigen. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bootshaus. Die Kanuten starten am kommenden Wochenende zu einer "Schlössertour" nach Potsdam.



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