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Ingrid Martin Stellvertreterin / Röhrkasten wird Ortsbeauftragter / Kindergarten soll länger geöffnet sein

Einstimmig: Mittmann bleibt Ortsbürgermeister

Krainhagen (sig). Die Weichen waren im Vorfeld gestellt, Abweichungen von vorherigen Absprachen waren nicht zu erwarten - also konnte sich der Ortsrat bei seiner konstituierenden Sitzung auch mit einem kleineren Tagungsraum begnügen. Weil die anderen Räumlichkeiten der "Berghütte" belegt waren, wich man in die Schützenstuben aus. Dort erlebten dann auch nur wenige Zuschauer die einstimmige Wiederwahl von Thomas Mittmann (SPD) zum Ortsbürgermeister.

veröffentlicht am 16.11.2006 um 00:00 Uhr

Das Vorschlagsrecht hatte die Mehrheitsfraktion der SPD, deren Fraktionsvorsitzender Peter Brandt dann auch den bisherigen Amtsinhaber für die Wiederwahl benannte. Die von Karin Warnecke geleitete CDU-Fraktion schloss sich diesem Antrag an und akzeptierte ebenso, dass die SPD mit Ingrid Martin die Stellvertreterin des Bürgermeisters stellte. Einen zweiten Stellvertreter gibt es nicht mehr. Darin waren sich beide Fraktionen einig. Thomas Mittmann bezeichnete die bisherige Zusammenarbeit mit Ingrid Martin als gut. Sie habe ihn in seinen Aufgaben wirkungsvoll entlastet. Auch diese Wahl fiel danach einstimmig aus. Ebenso einig war sich der Ortsrat bei seinem Vorschlag, das aus dem Rat ausgeschiedene frühere Gemeindeoberhaupt Herbert Röhrkasten zum Ortsbeauftragten zu bestimmen. Karin Warnecke unterstrich in diesem Zusammenhang, dass sie - wie schon in der Vergangenheit - mit einem einvernehmlichen Handeln des Ortsrates in allen wichtigen Entscheidungen rechne. Die weiteren danach behandelten Sachthemen bewiesen diese Linie. Da ging es zunächst um den Antrag der SPD-Fraktion, die Öffnungszeiten des Krainhäger Kindergartens zu verlängern, und zwar von 7 bis 14 Uhr. Peter Brandt begründete das mit dem Hinweis, dass die Halbtagsarbeitszeit häufig von 7.30 bis 13.30 Uhr dauere. Da wäre es schwierig für die Mütter, ihre Kinder noch rechtzeitig vor dem Schließen des Kindergartensabzuholen. Stadtdirektor Wilhelm Mevert wies zunächst einmal auf die durch diese Maßnahme entstehenden Mehrkosten hin. Seiner Meinung nach könnten die nur durch eine Anhebung der Kindergartengebühren hereingeholt werden. Er habe jetzt Fragebogen an alle Familien versandt, durch die der künftige Bedarf an Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen in Obernkirchen festgestellt werden soll. Nach der Auswertung werden sich der zuständige Fachausschuss und der Stadtrat mit diesem Thema befassen. Es sei notwendig, hier für einheitliche Regelungen zu sorgen. Es könne keine "Lex Krainhagen" geben, unterstrich der Verwaltungschef. Karin Pernau (SPD) entgegnete dazu: "Wir wollen unseren Antrag in jedem Fall aufrechterhalten, auch wenn es noch etwas länger dauert." So wurde dann auch verfahren. Der Ortsrat befasste sich anschließend auch mit den von beiden Seiten getragenen Antrag, den Spielplatz des Kindergartens nachmittags für andere Kinder des Ortes bis zum Alter von zehn Jahren zu öffnen. Die Leiterin des Kindergartens, Nadine Obst, hat in einem Schreiben an die Stadtverwaltung einige Bedenken geäußert. Sie befürchtet unter anderem Schäden an den Geräten und fragt nach den versicherungsrechtlichen Absicherungen. Der Ortsrat will dort ein Hinweisschild anbringen, dass die Benutzung auf eigene Gefahr geschieht. Diese Öffnung soll zunächst für ein halbes Jahr erfolgen, und zwar vom 1. Januar 2007 an. Als letzte Punkt behandelt wurde noch der Neujahrsempfang, der als Frühschoppen auf Sonntag, 14. Januar, von 11 bis 15 Uhr verlegt wurde.

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