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In zwei Tagen neun Personen aus der Ostsee gerettet

Einsatz in Eckernförde

COPPENBRÜGGE. Insgesamt 15 Rettungsschwimmer von der DLRG-Ortsgruppe Coppenbrügge leisten derzeit mit einem Kameraden aus Hannover und zwei aus Eckernförde am Eckernförder Strand ehrenamtlichen Dienst.

veröffentlicht am 10.07.2018 um 10:35 Uhr

Die Baywatcher von Eckernförde: Jugendliche, ausgebildet von der DLRG-Ortsgruppe Coppenbrügge. FOTO: Kristina Mey/PR

Auf dem knapp vier Kilometer langen Strand, der über fünf Wachstationen verfügt, sorgen die ehrenamtlichen Retter täglich von 9 bis 18 Uhr für die Sicherheit der Badegäste. Um im Ernstfall kompetent Hilfe leisten zu können, sind die Rettungsschwimmer zusätzlich als Sanitäter, Sprechfunker oder Bootsführer ausgebildet.

Bei bestem Sommerwetter gab es einiges zu tun: So wurde in der ersten Woche 60-mal Erste-Hilfe geleistet.

Harte Arbeitstage bescherte den Rettungsschwimmern das Sommer-Wochenende. Bei ablandigem Wind wurden am Samstag zwei Mädchen gerettet, die auf ihrem aufblasbaren Flamingo aus eigener Kraft nicht zurück zum Ufer paddeln konnten. Bei Windstärke 2 wurde am Sonntag eine dreiköpfige Familie, die auf einem großen aufblasbaren Ring abtrieb, sicher ans Ufer gebracht. Der Vater hatte es nicht geschafft, den Ring gegen den Wind an Land zu ziehen und musste erschöpft an Bord genommen werden. Direkt danach rückte das Rettungsboot zu einem goldenen Schwan aus. Auch dieser trieb ab, die männliche Person sprang herunter und versuchte an Land zu schwimmen, schaffte dies aber nicht. Vor Eintreffen des Rettungsbootes wurde der Schwimmer von einem zivilen Boot aufgenommen. Nur wenige Minuten später wurde vom Rettungsturm 1 ein erschöpfter Surfer außerhalb der Badezone gemeldet. Das Rettungsboot konnte den Surfer aufnehmen und sicher an Land bringen. Kurz darauf folgte bereits der nächste Einsatz. Ein pinker Flamingo mit drei Jugendlichen an Bord trieb vor der Hauptwache auf die Eckernförder Bucht hinaus und wurde von der Rettungsbootbesatzung sicher an Land gebracht.

Die gute Ausbildung der Rettungsschwimmer hat sich bewährt. Die Situationen zeigen, dass auch schwach ablandiger Wind auf dem offenen Meer zu gefährlichen Situationen führen kann. Die DLRG empfiehlt, bei ablandigem Wind auf aufblasbare Gummitiere, Luftmatratzen und ähnliche Geräte zu verzichten. Im Rahmen des Zentralen Wasserrettungsdienstes der Deutschen Lebens Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sichern jedes Jahr mehr als 2000 ehrenamtliche Rettungsschwimmer die Strände an Nord- und Ostsee ab, um solche Gefahren abzuwehren.PR



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