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Landkreis weist Vorwürfe des Bückeburger Arztes Thorwald Hey zurück

"Einsatz dauerte nicht zu lange"

Bückeburg (rc). Der Landkreis Schaumburg als zuständige Behörde für den Rettungsdienst in Schaumburg hat Vorwürfe des Bückeburger Arztes Thorwald Hey zurückgewiesen, dass der Ablauf eines Rettungsdiensteinsatzes (wir berichteten) zu lang e gedauert habe.

veröffentlicht am 20.09.2008 um 00:00 Uhr

Dem Einsatzprotokoll sei zu entnehmen, dass der Hausarzt an dem Tag gegen 15.50 Uhr die Leitstelle informierte und einen normalen Krankentransport - liegend - zum Krankenhaus Bethel mit dem Hinweis erbat, die Patientin solle in zirka 20 bis 30 Minuten befördert werden. Das sei von dem Disponenten entgegengenommen worden. Eine Diagnose über die Erkrankung der Patientin habe der Hausarzt der Leitstelle nicht mitgeteilt. Wegen diverser Notfälle sei der Krankentransport dann nicht sofort durchgeführt worden, da nach der Mitteilung des Hausarztes nicht erkennbar gewesen sei, dass es sich eventuell um eine Notfallpatientin handeln würde. Gegen 16.38 Uhr sei dann erneut bei der Einsatzstelle nachgefragt worden, wann denn der Krankentransportwagen eintreffe. Die Anruferin sei dabei auf die Fahrzeugknappheit wegen aktueller Notfälle hingewiesen worden sowie darauf, dass deshalb Krankentransporte verschoben werden müssten. Erst jetzt habe die Leitstelle erstmals den Hinweis, erhaltendass es sich um einen Notfall handeln könne. Die Besatzung des Rettungswagens habe dann vor Ort aufgrund des Lagebildes zusätzlich einen Notarzt angefordert, so der Landkreis weiter. Die Patientin sei liegend im Rettungswagen mit Notarztbegleitung befördert worden. Entgegen der Darstellung des Hausarztes sei der Rettungswagen "selbstverständlich" auch für liegende Beförderungen ausgestattet. Wie der Landkreis außerdem erklärt, hätte der Rettungswagen im Rahmen der Notfallrettung eher am Einsatzort sein können - wäre der Leitstelle beim ersten Anruf ein Notfall gemeldet worden. Gegebenenfalls wäre aus einem entfernteren Rettungswachenbereich ein Wagen angefordert worden. Der vom Hausarzt verwendete Begriff "Pseudo-Kompetenz" werde von den Mitarbeitern des Rettungsdienstes als "Disqualifizierung" empfunden. Die richtige Entscheidung des Rettungsassistenten, den Notarzt zu alarmieren, sei im Notarztprotokoll bestätigt.

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