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Behindertenbeauftragte informiert sich in der "Lebenshilfe"

"Einmaliges Gelände - vorbildliche Einrichtung"

Rinteln (la). "Menschen mit Behinderungen gehören zurück in die Mitte unserer Gesellschaft. Sie müssen gesehen werden und dazugehören", betonte die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, bei einem Besuch in der "Lebenshilfe".

veröffentlicht am 25.07.2006 um 00:00 Uhr

Karin Evers-Meyer, Foto: la

"Ein einmaliges Gelände und eine vorbildliche Einrichtung für behinderte Menschen", zeigte sie sich begeistert. Ziel sei es, die Behinderten aus den stationären Einrichtungen heraus und in ambulante Betreuungen zu bringen. Die Probleme seien vielfältig, so würden Behinderte oft keinen Platz in einem Restaurant bekommen, kein Bankkonto und keine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen. "Hier muss sich etwas ändern", sagte Evers-Meyer. "Der Arbeitsmarkt lässt eine Integration von Behinderten nicht zu", stellte Cornelia Hildebrand von der "Lebenshilfe" Rinteln fest. Außerdem sei es nicht für alle Menschen mit Behinderungen möglich, außerhalb stationärer Einrichtungen zu leben, "weil sie ihr tägliches Leben nicht allein gestalten können". Evers-Meyer besichtigte auch die Umbauarbeiten für den Seniorenwohnbereich. Ab September sollen hier 24 behinderte Senioren einziehen können. Bei ihrem Rundgang informierte sich Evers-Meyer über die Frühförderung, den heilpädagogischen Kindergarten und die verschiedenen Wohngruppen. Es wurde viel diskutiert, und die Politikerin nahm zahlreiche Anregungen und Wünsche mit nach Berlin. "Sie haben meinen Respekt und meine Anerkennung für ihre geleistete Arbeit", lobte sie Herbert Meier und sein "Lebenshilfe"-Team.

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