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Haus und Grund Großenwieden empfiehlt, Nachlass zu regeln

Einige Tipps zur Erbregelung

Großenwieden (ubo). Innerhalb von 25 Minuten war die offizielle Jahreshauptversammlung des Haus-und- Grund-Ortsvereins „Großer Weserbogen“ beendet. Die Regularien des Ortsvereins wurden zügig abgearbeitet. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, eine Fahrt zu planen.

veröffentlicht am 17.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:21 Uhr

Im Anschluss folgte ein lebhafter eineinhalbstündiger Vortrag des Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Carl Dohme, und seines Stellvertreters Gisbert Haver über das Erben und Vererben von Immobilien anhand von fiktiven Fällen. Dabei stand die gesetzliche Systematik der Erbenordnung und die Erbfolge, bei der der Erblasser festlegt, wer seinen Nachlass erhält, im Fokus. Gisbert Haver zeigte anhand von Beispielen das Pflichtteilrecht auf und wies auf die gesetzlichen Änderungen hin. Als Fazit gaben die Rechtsanwälte Dr. Carl Dohme und Gisbert Haver den Mitgliedern mit auf den Weg, sich frühzeitig um ihr Testament und die Regelung ihres Nachlasses zu kümmern.

Zuvor informierte der Vorsitzende des Haus-und-Grund-Ortsvereins „Großer Weserbogen“, Dr. Carl Dohme, über die rechtlichen Beratungen von Mitgliedern des Haus- und Grundstückseigentümervereins. Hauptsächlich seien Mietverträge und Nachbarschaftsstreitigkeiten zu klären. Dabei sorgten häufig ein sogenannter Überwuchs von Bäumen oder Pflanzen und die Einzäunungspflicht von Grundstücken für Beratungsbedarf und rechtliche Auseinandersetzungen. In diesem Zusammenhang erläuterte der Vorsitzende auch das neue niedersächsische Schlichtungsgesetz, das unter anderen in Nachbarschaftsstreitigkeiten eine obligatorische Streitschlichtung bei einem Schiedsamt oder Mediator voraussetzt, bevor bei Nichteinigung Klage beim Amtsgericht eingereicht werden kann. Dr. Dohme sprach auch die geänderte Erbschaftssteuer und deren höhere Freibeträge an. Wie er ausführte, ermöglicht das neue „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“, den Steuersatz für Neffen und Nichten bei Erbschaft variabel (15 bis 43 Prozent) zu erheben.



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