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Kontrollverein Weserbergland zieht Bilanz / Strukturwandel hält an

Einige Milchbetriebe sind zu klein

Eichenborn (ubo). Kurzzeitig kochten die Emotionen hoch. Bei den Wahlen zum Vorstand des Milchkontrollvereins Weserbergland äußerte Heinrich Ostermann Bedenken gegen den Kandidaten Hans-Heinrich Otte aus Brevörde. Der Vorsitzende des Vereins, Karl-Heinz Zurmühlen, konnte die Gemüter jedoch beruhigen. Otte wurde mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gewählt. Karl Specht aus Heinade wurde einstimmig gewählt. Der Vorstand wurde mit einer Gegenstimme entlastet.

veröffentlicht am 17.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:41 Uhr

Der Trend zu größeren Betrieben setzt sich auch im Bereich des Milchkontrollvereins Weserbergland fort. „Die Zahl der Betriebe hat sich von 67 im Jahr 2007 auf 63 verringert. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Kühe von 3242 auf 3248“, bilanzierte Geschäftsführer Horst-Dieter Pulst. Vor zehn Jahren waren im Bereich des Kontrollverein Weserbergland noch 72 Betriebe mit 2599 Kühen.

Als Gründe für den Rückgang der Mitgliedsbetriebe gibt Horst-Dieter Pulst an: „Bedingt durch den Strukturwandel sind einige Milchbetriebe schlicht zu klein, sodass sich eine Milchproduktion nicht mehr lohnt.“ Die jüngere Generation, die den Strukturwandel zum Teil miterlebt, versucht anders Geld zu verdienen, fügt er an. „Auch der Preisverfall der Milchprodukte schlägt voll auf die Landwirte nieder. Das Angebot für die Molkereien ist groß – der leidtragende ist der Landwirt“. Hans Holtorf, Geschäftsführer der „frischli“- Milchwerke aus Rehburg- Loccum, bezeichnete den derzeitigen Auszahlungspreis von 26 Cent als „positiv“. „Der Milchpreis erholt sich“, so Holtorf und berichtete von einer Milchquotenausnutzung von 99,1 Prozent. „Es findet weiterhin eine Unterlieferung der Quote statt“, so Holtorf, der sich eine „verlässliche und vorhersehbare Politik der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner“ wünscht.



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