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Einer wird die Sonne nicht mehr aufgehen sehen

von Andrea Gerstenberger

Eine märchenhaft schaurig-mystische Stimmung liegt über der Szenerie des "letzten Ganges" in der Domänenburg. Alle wissen, einer oder eine wird die Sonne nicht wieder aufgehen Ein spannendes, aber auch leckeres Vergnügen ist dieses Theater-Dinner ins Mittelalter, das den Gästen viel Spaß bereitet.

veröffentlicht am 19.04.2009 um 16:37 Uhr

Theaterdinner
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von Andrea Gerstenberger

 Die Sonne senkt sich im Tal der Humme. Vor der Domänenburg sammeln sich Menschen. Durch den Torbogen wabert Nebel in den Innenhof, wo schon der Galgen wartet. Fackeln weisen den Weg. Eine märchenhaft schaurig mystische Stimmung liegt über der Szenerie. Und alle wissen, einer oder eine wird die Sonne nicht wieder aufgehen sehenVerantwortlich für den kulinarischen Genuss sind Achim Siegroth, Ulrich von der Heyde und Marcel Stiller. Den künstlerischen Part haben Heiko Fuhrmann als Wirt, Stephanie Handschuhmacher als Müllerin, Christine Gleiss als Kräuterfrau und Claus Lindner, der nicht nur Narr und Probst darstellt, sondern zusammen mit seinem Bruder Jens auch Autor des Stückes ist..
 Das sind die ersten Eindrücke, die den Gast empfangen, der bis zum Jahresende zu einem der monatlich stattfindenden Theaterdinner-Veranstaltungen „Der letzte Gang“ in den Gewölbekeller der Aerzener Domänenburg kommt. Ein mittelalterliches Mahl, stilvoll vom Tongeschirr, mit dem Hamelner Halbdunkel aus dem Krug, das haben sich die Hameln Marketing und Tourismus GmbH und Stiller’s Partyservice zum Jubiläum 725 Jahre Rattenfänger von Hameln einfallen lassen.
 Doch bevor es an den kulinarischen Genuss geht, steht vor der Schänke der Narr und begrüßt die Gäste, die aus einem Sack eine Tischkarte ziehen müssen, auf der steht, wer sie an dem Abend sind. Ob Besenbinderin, Kantor, Schultheiß oder gar Henker, jeder bekommt sein Fett weg und einen Eindruck vom Umgang im Mittelalter. Bevor es dann in den Gewölbekeller hinab geht, wo der Wirt und eine Magd einen Schnaps anbieten, der nicht nur lecker ist, sondern vor allem Mut macht für den Besuch im dunklen Mittelalter und die Wahrheit, was mit den Kindern von Hameln denn nun wirklich passiert ist.
Es ist keine leichte Entscheidung, welche die Gäste der Schänke nach dem Schweinerückenbraten mit Dörrobstsoße zu fällen haben. Denn sie sind es, die darüber abstimmen, wen der Henker, der übrigens den ganzen Abend auf einem dreibeinigen Stuhl zubringen muss, zum Galgen führt.
 Ein spannendes, aber auch leckeres Vergnügen ist dieser Ausflug ins Mittelalter, der den Gästen viel Spaß bereitet.



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