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Open-Air-Festgottesdienst macht den Auftakt / Großer Umzug folgt am Sonntag

Eine Woche lang Dorfgeschichte pur: Eisbergen feiert 1111. Jubiläum

Eisbergen (who). Die Eisberger setzen das Alter ihres Dorfes gleich mit der Kirchengründung vor 1111 Jahren. Deshalb ist es nahe liegend gewesen, die Festwoche zum Dorfgeburtstag mit einem Gottesdienst zu beginnen. Die Veranstalter hatten dabei offenbar vorausgesehen, dass die kleine Kirche die Besucher nicht fassen würde, und deshalb die Veranstaltung von vornherein nach draußen verlegt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:45 Uhr

Mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel hat Eisbergen die

Mit Hausherr Pfarrer Stefan Engelking, Superintendent Andreas Huneke und dem früheren Eisberger Pfarrer Hartmut Mühlhoff war die Kirche stark präsentiert. Ebenso die politische Seite mit der stellvertretenden Landrätin Birgit Härtel, Porta-Bürgermeister Stephan Böhme und Ulrich Prasuhn in Doppelfunktion als Bezirksausschussvorsitzender und Sprecher der DorfgemeinschaftEisbergen-Fülme. Dass Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und sein Amtskollege Reiner Brombach aus Bückeburg ebenfalls zum Gratulieren gekommen waren, liegt an den traditionellen Verbindungen Eisbergens mit den Nachbarstädten. Prasuhn erinnerte: "Die Eisberger Tracht stammt aus Bückeburg - und Rinteln war bis vor nicht allzu langer Zeit Schulstadt für zahlreiche Kinder und Jugendliche." Nicht zuletzt die Kirchengründung vor 1111 Jahren gehe zurück auf die alten Verbindungen über die Landesgrenze nach Niedersachsen, so Prasuhn weiter. Denn: Die Eisberger Kirche, die auf die Stiftungen der Gräfin Hildburg zurückgeht, war ursprünglich dem Kirchspiel Rinteln zugeordnet. Inzwischen ist Eisbergen mit seinen zahlreichen Vereinen, politischen, sozialen und geschäftlichen Institutionen ein tragender Bestandteil der Stadt Porta Westfalica geworden, hob Bürgermeister Böhme hervor. In dieser Hinsicht sei nicht zuletzt der beabsichtigte Ausbau des Fernradweges Weser als weiteres verbindendes Element zwischen den Portaner Ortsteilen zu sehen. Dass Eisbergens Kirchlein jetzt sogar ein ganzer Kalender mit Totalansichten und reizvollen Details gewidmet ist, geht auf die Initiative des Organisten Helmut Diekmann zurück. Der Veltheimer hat mit den Bildern für die Motive der 13 Blätter des Jahrgangs 2008 sozusagen seinen eigenen Arbeitsplatz fotografiert. Zu sehen sind unter anderem auch Elemente, die nicht ohne Weiteres zugänglich sind, so der Glockenstuhl oder das Werk der Turmuhr. Der Kalender mit dem Titel "Kostbarkeiten" ist für acht Euro zu bekommen bei Volksbank und Sparkasse Eisbergen, im Neukauf sowie im Schreibwarengeschäft von Regina Nolting, bei der Lottoannahmestelle Reich und im Büro der Kirchengemeinde. Nach dem Musikabend mit der A-cappella-Gruppe "Voice" am Montag war der Nachtwächterrundgang mit Ortsheimatpfleger Reinhard Busch am Dienstag die dritte Veranstaltung des Jubiläums. Heute geht das Festprogramm weiter mit den Sketchen der Plattdeutschen Bühne ab 20 Uhr im Gemeindehaus. Am Sonnabend gibt es ab 13 Uhr Oldtimer im Ortszentrum zu sehen, die um 15 Uhr zur Ausfahrt zu verschiedenen Kirchen der Hildburg-Legende starten. Um 15 Uhr startet am Bürger- und Schützenhaus eine Radtour durch Eisbergen. Ab 18 Uhr spielen "Die Hosenträger", ab 20 Uhr "No more" und "Shure One-Eight/Fifteen". Am Sonntag findet ab 11 Uhr ein bunter Markt an der Kirche statt, ab 14 Uhr der Festumzug durch Eisbergen ab Röthemeier. Anschließend wird zum Platzkonzert und zur Trachten- und Landmaschinenausstellung geladen.

Der Organist der Eisberger Kirche, Helmut Diekmann, präsentiert
  • Der Organist der Eisberger Kirche, Helmut Diekmann, präsentiert den Kalender, den er eigens zum Dorfjubiläum fertiggestellt hat. Foto: who
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