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Rintelns Trainer Ralf Fehrmann kündigt für die nächsten Spiele Konsequenzen an

"Eine Wiederholung dieser desolaten Leistung lasse ich mir nicht bieten!"

Bezirksliga (jö). Dieüberraschende Krise beim SC Rinteln war in der Woche das alles beherrschende Thema auf der Bezirksligaszene. Wie kann es kommen, dass eine Mannschaft plötzlich unterirdischen Fußball spielt? Die Leistung beim glimpflichen 0:4 gegen Hiddestorf glich einer Protestaktion.

veröffentlicht am 21.09.2007 um 00:00 Uhr

Björn Eisermann (Foto) kämpft mit Sebastian Wittek um einen Plat

Doch gegen wen richtete sich der Aufstand? Gegen die drei Trainingseinheiten in der Woche? Gegen den nervigen Konkurrenzkampf? Gegen Nichtberücksichtigungen für die Startelf? Auch Trainer Ralf Fehrmann hatte keine schlüssige Erklärung, nahm aber zuletzt durchaus eine gewisse Unruhe in der Mannschaft wahr. "Die Art und Weise der Niederlage vom Sonntag war auf jeden Fall völlig inakzeptabel", fand er, "für diese Leistung können wir uns bei den Zuschauern nur entschuldigen. Viele Spieler kümmern sich zu sehr um Nebensächlichkeiten. Ich habe keine Rintelner Mannschaft auf dem Platz gesehen." Selbst die Leistungsträger wie Thomas Mau, Dos Santos, Hüseyin Sevdigim oder Tomas Muzik waren vom Virus ergriffen und völlig von der Rolle. Der SC Rinteln schaffte es vorne kaum bis zum gegnerischen Strafraum, weil das Aufbauspiel schon im Ansatz fehlerhaft war. Auch hinten herrschte die pure Lethargie. Drei, vier zusätzliche Gegentore hätten es werden können. Auch Gästetrainer Rudolf Seedler spürte, dass beim Gegner etwas nicht stimmte. "Wir sollten nach diesem ungefährdeten Sieg nicht übermütig werden", appellierte er. Ralf Fehrmann kündigte für die kommenden Spiele Konsequenzen an: "Eine Wiederholung lasse ich mir nicht bieten. Zur Not werde ich den Kader umbesetzen müssen." Rinteln spielt am Sonntag beim Aufsteiger SV Gehrden, der letzte Woche mit einem 4:3-Sieg beim Tabellenvierten TSV Barsinghausenüberraschte. Ralf Fehrmann fordert: "Wir sollten nicht auf den Gegner schauen, sondern uns allein auf uns selbst konzentrieren. Falls es Probleme gibt, müssen sie auf den Tisch."

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