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Holzhäuser Feuerwehr hat 115 Mitglieder darunter 57 Aktive

Eine Wehr ohne Nachwuchssorgen

BAD PYRMONT. Einen langen Jahresbericht hatte Ortsbrandmeister Mario Lis bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen abzuarbeiten.

veröffentlicht am 08.02.2018 um 00:00 Uhr

Ortsbrandmeister Mario Lis (li.) mit den Beförderten und Geehrten. FOTO: AR
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Autor

Rudi Rudolph Reporter

Locker und souverän, gelegentlich durch Applaus unterbrochen, hatte er viele positive Aspekte im Gepäck. Und genauso positiv zeigte sich die Verbundenheit in Bad Pyrmonts größter Ortwehr, war doch der große Saal im Holzhäuser Lindenhof bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Stolz konnte Lis verkünden, dass man gegenwärtig 115 Mitglieder zähle, was einen Zuwachs von sieben im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. „Darunter sind 57 Aktive“, verkündete Mario Lis, „und damit sind wir eine große tragende Säule im Bereich der Stadtfeuerwehr.“ Die günstige Entwicklung hat die Wehr ihrer hervorragenden Kinder- und Jugendarbeit zu verdanken, denn sie bezieht ihren Nachwuchs aus der überaus aktiven Jugendfeuerwehr mit 23 Mitgliedern sowie deren Nachrückern aus der Kinderfeuerwehr mit 18 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren. Hinter diesen nackten Zahlen steht jedoch ein überdurchschnittliches Engagement einer ganzen Reihe von Betreuern, denn für die Jugendfeuerwehr zeichnet Vanessa Gerigk mit einem ganzen Team verantwortlich, die Kinderfeuerwehr wird mit einem bunten Aktivitätenprogramm von Inga Schmitz und Sarah Biermann geleitet. Wie sich die Feuerwehr Holzhausen engagiert, schlägt sich auch darin nieder, dass sie im Stadtgebiet den Stadtbrandmeister, den Stadtausbilder, den Stadtjugendwart und den Stadtschulklassenbetreuer stellt, darüber hinaus den Leiter des Teams ELW und den Zugführer der Kreisfeuerwehr für den Fachzug Wassertransport. Mit einem Plus von 13 kamen so insgesamt 86 Einsätze zusammen, was 2194 Einsatzstunden bedeutet, immerhin ein Zuwachs von 759 Stunden im Vergleich zum Vorjahr. Ärgerlich dabei, dass ein Großteil der Einsätze aus Notfalltüröffnungen für Rettungsdienst und Polizei bestand, was sowohl für Mario Lis als auch Stadtbrandmeister Maik Gödeke Anlass zur Kritik an dem oftmals „leichteren Weg“ gab, die Feuerwehr sogar nachts zu Bagatellfällen zu rufen. Rechnet man dann zusätzlich den Aufwand für Übungsdienste, Lehrgänge, Dienstbesprechungen, Fahrzeug- und Gerätepflege sowie Instandhaltungsarbeiten und die Kinder- und Jugendfeuerwehr hinzu, stehen wahrhaft imponierende 7578 Gesamtstunden zu Buche. Besonderen Raum nahm der längste Einsatz vom 29. September ein, der als Dachstuhlbrand begann und einen Tag später im Abriss des Gebäudes in der Hagener Straße mündete. Auf diesen und viele weitere Einsätze ging der ehemalige stellvertretende Stadtbrandmeister Karl Heinz Vogt in einem launigen Vortrag ein. Kurz zuvor war er für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Aus der Jugendfeuerwehr wurden Michelle Warmholz und Anastasia Buskies in die aktive Wehr übernommen, und Robin Rosenbaum wurde zum Feuerwehrmann befördert. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten Mathias Berg, Sebastian Heller, Marek Hornung und Florian Winkler. Vanessa Gerigk wurde zur Oberlöschmeisterin befördert, „Onkel Otto“ Thomas Key zum Oberlöschmeister und Florian Heibrecht zum Hauptlöschmeister. Für 10 Jahre Mitgliedschaft in der Ortsfeuerwehr Holzhausen wurden Holger Beye und Dirk Steinhage geehrt, für 25 Jahre Dennis Nagel und für 40 Jahre Carsten Sommer. Aus der Ehrenabteilung erhielt Karl-Heinz Vogt die Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft, Dieter Gödeke, Manfred Prange und Helmut Meinberg sind seit 60 Jahren dabei, und auf sogar 70 Jahre kommt Helmut Beermann.

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